This is not a ghost ride

Irre ich mich oder ist dieses Bild auf einem Fahrgeschäft in unserer Innenstadt ein wenig gruselig?

Es ist Samstag. Ich bin ausgeschlafen und war endlich beim Friseur. Und habe bei Zara geguckt was ich alles anziehen könnte wenn ich auf die Frage „Schwein oder Ziege?“ mit letzterem geantwortet hätte. Bücher und Dekoschnickschnack haben gottlob keine Konfektionsgrössen, also her damit.

Ich überlege die ganze Zeit, wie meine Mutter wohl auf ein in der Öffentlichkeit gesprochenes „Mutter, bitte beachte die Abstandsregel“ reagieren würde. Ich schwanke zwischen Gelächter, dem BLICK (dessen beeindruckende Wirkung unabhängig vom Alter des Kindes ist) und einer Google-Suche „Freigabe zur Adoption“.

Gibt es schon Studien zur posttraumatischen Belastungsstörung bei den Busfahrern in der Innenstadt die permanent diese Kinderstimme hören müssen die an das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung erinnert? Ich sehe hohe Kosten auf das Gesundheitswesen zukommen…

Auf einem Plakat wurde die Veranstaltung eines „blind narcist“ beworben. (Wenn ich mich nicht verlesen habe). Dem armen Kerl fehlt ja dann etwas Entscheidendes. Ich stelle es mir sehr unbefriedigend vor seine Pracht und Herrlichkeit nicht sehen zu können wenn sie Teil des Lebenskonzeptes ist.

In einem parallelen Universum habe ich dann auch zu der Frau vor mir in der Buchhandlung „Ich habe die Zeit gestoppt. Das muss schneller werden!“ gesagt. Sie hat sich über die Kundin vor ihr aufgeregt weil die ihrer Ansicht nach zu lange zum Bezahlen und Einpacken brauchte. (Wenn ich der Grund für derlei Aufregung bin mutiere ich ja immer spontan zur Schnecke mit Hemiparese und schweren Tüten). Im wahren Leben reichte es nur für ein gemurmeltes „Jetzt aber Zack-Zack“ hinter dem Mundschutz.

Zitat der Kassiererin im Discounter: „Wenn ich 10 Cent für jedes ‚Den Mundschutz bitte auch über die Nase‘ bekäme könnte ich jeden Abend essen gehen.“

In diesem Discounter konnte ich auch endlich mal wieder die „Hilfloses Frauchen braucht dringend Hilfe“-Karte zücken. Das Ginger Ale war unerreichbar, es bedurfte eines grossgewachsenen Mitarbeiters um es aus dem Regal zu holen. Hach, endlich mal wieder als Frau gefühlt…

Eine Diskussion über die Wahl des richtigen feuchten Toilettenpapiers klingt auf Luxemburgisch irgendwie niedlich. Und ich konnte dem neben mir stehenden Teenager die Neugier ansehen: Wie sieht wohl die Nase unter dem Mundschutz aus wenn sie mit Mitesserpflastern behandelt werden muss? Liebchen, du hast Clerasil im Körbchen, da stellt man sich auch so seine Fragen…

Jetzt ist der Samstag schon fast vorbei und ich schaue noch ein wenig „Lucifer“. Gerade ist Mom wieder aufgetaucht und sorgt für Unruhe. Maze ist stinkig, weil sie sie nicht foltern darf. Trixie ist das süßeste Serienkind ever.

Morgen muss ich den ganzen Tag keinen Mundschutz tragen!!!

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