Volles Programm

Hier eine Übersicht der Veranstaltungen der nächsten Wochen.

Selber Fahrer, selbe Temperatur im Bus. Aber heute habe ich meinen Zwergenmantel an und trotze der Kälte. Ich hatte schon überlegt, eine Wärmflasche mitzunehmen…

Warum steht vor der Handwerkskammer eigentlich eine Skulptur die aussieht wie eine eingestürzte Mauer? Vom Marketing-Aspekt her ja eher fragwürdig. Aber was verstehe ich schon davon (Hoffentlich genug um neulich eine Vier geschrieben zu haben).

Ein halb appener „Gemeinsam sicher unterwegs“ Aushang weht im kalten Wind der Klimaanlage. Genau wie das improvisierte Coronaschutzding an der Fahrerkabine. Die Teile sehen inzwischen leicht ramponiert aus, allerdings nicht so schlimm wie die Schutzteile in den Stadtbussen am Anfang der Pandemie. Als der halbe Bus abgesperrt war und nur eine begrenzte Personenzahl hinten einsteigen durfte. „Modifizierter Sonntagsfahrplan“ bedeutet übrigens es kommt selten ein Bus mit deinem Ziel und wenn nimmt er dich nicht mit. Inzwischen sitzen die Fahrer hinter Plexiglas und alles ist wieder fast normal.

Kaffee und Zigarette am ersten Zwischenhalt. Netterweise mit geschlossener hinterer Tür. Wie langsam kann ein Mensch rauchen? Faszinierend. Und dieses rasante Tempo beim Wiederhinsetzen. Hängt die Jacke auch ordentlich? Ja, kann weitergehen.

Das riesige leuchtende Herz am Wegesrand wäre nun wirklich nicht nötig gewesen…

Fast einen Hasen überfahren. Spannender wird’s heute nicht mehr.

Habe Frau Blauzahn in die Tasche verbannt, Musik hat genervt. Was rauscht denn hier so laut? Das wird doch nicht die Klimaanlage sein?! Und irgendwas quietscht. Der Fahrer telefoniert. Man kann wegen des Rauschens aber nichts verstehen. Was gibt es so früh morgens zu besprechen? („Wo bist du gerade?“ wird er wohl eher nicht gefragt).

So, noch einmal Berg runter und über die Brücke. Dann sind wir auch schon fast da-ha. Wieder einmal spiele ich mit dem Gedanken einfach wieder mit zurück zu fahren. Wer weiss welche Überraschungen meine Freundin Corona heute für mich bereithält.

Wieso steht hier eigentlich ein beleuchtetes Tor am Wegesrand das aussieht wie eine Mautstation wo man nicht durchfahren kann? Ein ungelöstes Rätsel…

Update Rückfahrt

Ich sitze nach einem so lalaen Arbeitstag im Bus nach Hause. Da mir immer noch nicht der Sinn nach Musik steht gebe ich mich ganz dem Belauschen der Busgeräusche hin. Es rauscht nicht so wie heute morgen, aber irgendwas quietscht wieder. Und es ertönt von Zeit zu Zeit ein ominöses Piepen. Der Fahrer ist derselbe wie gestern mit deutlich weniger Publikum.

Heute morgen fand ich nach dem Einloggen übrigens das auf meinem PC:

Man beachte das Datum!!

Der Fahrer telefoniert mit einem gewissen A.. Es geht um den Dienstplan. S. findet den übrigens auch nicht so toll. Und L. ist ja sowieso immer unzufrieden, der hat auf der Hinfahrt auch schon angerufen. Tausende ähnliche Gespräche in allen Branchen werden vermutlich jetzt wo die Pläne für November aushängen geführt…

Der Dienstplan ist aber kein Grund am roten Bushäuschen vorbei zu fahren!

„Ich muss Schluss machen, hier steht doch tatsächlich ein Fahrgast!“ Potzblitz, welch unerwartete Laune der Natur!

„Boah, das Bild ist so hässlich, da krieg‘ ich ja den Tripper!“ Interessant, wie sich der Bereich Geschlechtskrankheiten so entwickelt hat…

Kopfhörer wurden meines Wissens erfunden um die Umwelt nicht am höchst zweifelhaften Musikgenuss teilhaben zu lassen. Warum höre ich dann alles? Es ist nicht schön. Und ja, man kann Lieder auch mal zu Ende hören!!

Meine paarungswillige Freundin hat mir Erlösung gebracht. Ich hoffe sie zickt nicht gleich wieder rum, 40% sind ja nicht eben viel. Aber es ist ja nicht mehr weit.

Zur Reinigung der Ohren höre ich eine 80iger playlist weshalb ich jetzt gerade im Sauseschritt düse düse. Wir düsen gerade mal wieder gar nicht…

Paul Young ist mir noch in Erinnerung als Einsinger der Nationalhymne bei der Fussball-EM 1996 die ich in London miterlebt habe. Zitat einer Mitbewohnerin „O my god, he’s still alive? Must be a hundred years old!“ Am eindrucksvollsten war eindeutig Kate Bushs „God save the queen“, ich glaube sogar vor dem Halbfinale. Nach dem einer unserer Nachbarn einen neuen Fernseher kaufen musste (der aus dem Fenster geworfene lag tagelang wie ein Mahnmal auf dem Bürgersteig) und Alan, der Hausmeister unserer Einrichtung seine Karte fürs Finale mit einem Messer an der Pinnwand befestigte. Dawn, die Sekretärin hatte spontan wieder angefangen zu rauchen. Und ein Mitbewohner und ich bekamen ein gehässiges „Well, how many WARS did Germany win?“ von einem Busfahrer zu hören als wir deutsch miteinander sprechend einstiegen. Es war die Zeit von Gazza, Becks und Michael Owen. Nicht zu vergessen die pferdezahnigen Neville-Brüder und Steve*KREISCH* McManaman der immer nur kurz eingewechselt wurde. Er spielte nicht in England und das geht ja gar nicht. Nicht zu vergessen Dwight Yorke, der Kindsvater von Katie Price, ein gewisser Gareth Southgate, Alan rutschende Hose Shearer und David Seaman. Man kannte sie und ihre WAGs alle besser als die deutsche Mannschaft.

Jetzt sitze ich schon im Bus gen Süden der dann hoffentlich auch bald abfährt. Worauf warten wir denn noch? Der Sternbus der immer zu spät kommt ist doch schon da und ich sitze drin…

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