Central Station Magic Door

Diese Tür wirft Fragen auf. Es ist übrigens dieselbe vor der man nicht sitzen und rauchen darf…

Nach einem sehr durchwachsenen Wochenende bin ich mal wieder auf dem Weg zur Arbeit. Mit kaffetrinkendem Käppimann und rauschender Klimaanlage.

Heute morgen bin ich zur Abwechslung mal mit dem Bus zum Hauptbahnhof gefahren und kam in den Genuss einer Unterhaltung mit hohem polnischen F-Wort-Anteil. Oder es ging um eine nicht sehr geschätzte Frau. Es wurde jedenfalls fleissig gekurwatet.

Über meine Klausuren vom Wochenende breite ich dann mal lieber den Mantel des Vergessens. Ich habe schon einen Termin im Auge der zu meinem Urlaub im nächsten Februar passt. Dafür habe ich BWL bestanden. Und zwar mit einer Note die alle Erwartungen gesprengt hat! Fast schon ein bisschen peinlich…

Manche Leute auf Twitter würde ich gerne mal in echt sehen. Und ein paar Tritte in die selbstgefälligen Glutei maximi verteilen. Und darauf hinweisen dass es ein wenig verwirrend ist, einerseits permanent auf die makellose Emanzipationsbilanz hinzuweisen und andererseits mit schöner Regelmäßigkeit Tweets mit „Der Mann“ beginnen zu lassen und seine Gottgleichheit zu preisen. Und es gibt tatsächlich Menschen mit abweichenden Meinungen auf dieser Welt. Die sind nicht alle Trottel. Aber das bekommt man natürlich nicht mit wenn man sie mit viel Getöse blockt.

Käppimann steht kaffeetrinkend draussen und raucht mit der ihm eigenen faszinierenden Langsamkeit. Jetzt ist er verschwunden, der zweite Bus ist da.

Jetzt geht es weiter und es wird nach gründlichem Räuspern und dem Abnehmen des Käppi erstmal ausgiebig in polski telefoniert.

Und jetzt haben sie ja auch endlich einen neuen Präsidenten. Hat ja lange genug gedauert. Ich warte auf die Bundestagswahl wo Jörg „Texas“ Schönenborn bei der Verkündung des Ergebnisses in Tränen ausbricht. Und auf Autokorsos und Public Viewing. Das würde den Rest der Welt vermutlich nachhaltig verstören…

So wie es die Bilder aus Leipzig tun. Da fällt einem nix mehr zu ein. Da gibt es einiges aufzuarbeiten würde ich sagen.

Heute sind die lieben Kleinen besonders zahlreich und ausgesprochen laut. Wir sind ein rollender Bienenstock.

Der nächste Bus könnte jetzt mal kommen. Ich kann es kaum erwarten meine FFP2 Maske anzuziehen und mich auf den neusten Corona-Stand zu bringen.

Ich könnte jetzt wieder zurück fahren…

Habe Käppimann dann aber von dannen ziehen lassen. Obwohl ich den Gesichtsausdruck gerne gesehen hätte…

Update Rückfahrt

Irgendwie schlecht gelaunt (der Tag war doof) und mit Knie-Aua (als ob ich nicht auch so wüsste wie alt ich bin) sitze ich im Bus nach Hause. Heute haben wir ausnahmsweise mal eine Fahrerin. Sehr selten, aber nicht das erste Mal.

Und es ist der Bus mit dem quietschenden Fahrersitz. Was aber immer noch besser ist als der mit der quietschenden Tür. Und es ist keine Klimaanlage an und die Ansage ist auch so gut wie nicht zu hören. Beleuchtung wäre ganz nett, aber das es auch ohne geht ist ja hinlänglich bekannt.

Neben mir beobachtet mich jemand und meint ich würde es nicht merken. Mir sind Leute die schon im Bus drin sitzen wenn ich einsteige per se suspekt. Sie haben zwei Minuten Vorsprung und ich habe keine Ahnung wie die Haltestelle aussieht. Und wer Multivitaminsaft trinkt fällt leider durchs Raster, tut mir echt leid.

Hallo rotes Bushäuschen. Die Fahrerin hat sogar erklärt dass sie jetzt kurz stehen bleiben muss. Macht sonst ja keiner. Da werden einfach die Türen aufgerissen und man muss sich seinen Teil denken. Und niemand, wirklich niemand hat sich jemals entschuldigt weil er eine Minute zu spät ist.

Der Fahrer meines zweiten Busses heute morgen ist auch irgendwann kommentarlos aufgetaucht. Ich vermute ja er hatte verschlafen…

Himmel Hilf! Multivitaminmann weiss nicht wo er aussteigen soll und wo er eigentlich hin will. Das tut mir ja im Prinzip leid, aber macht es Sinn hier auszusteigen und in den zweiten Bus zu steigen? Der fährt dahin wo wir herkommen. Jetzt sitzt er wieder hier drin. Nun denn, jetzt ist er endgültig weg. Ich behalte die Lokalnachrichten im Auge.

Dort wurde übrigens von einem „üblen Ampelscherz“ berichtet. An der Grenze zu Luxemburg hat jemand eine Ampel in Betrieb genommen die gar nicht benutzt werden sollte. Was zu einem schlimmen Grenzgängerstau führte. (Man muss sich mal kurz gefühlt haben als gäb’s kein Corona). Mittlerweile wurde „die Ampel aber wieder zur Seite gedreht“.

Das erste Autohaus. Gott sei Dank. Und irgendwann werde ich mal beim Anblick der Porta Nigra dramatisch weinen und „emotional zusammenbrechen“ wie so ein Soapdarsteller.

Im überraschend früh eingetroffenen Sternbus riecht es nach Nudelsuppe. Und jemand erzählt von einer „voll krass komischen“ Geburtstagsfeier. Das kann man übrigens auch ohne Corona erleben. Es reicht an Karfreitag Geburtstag zu haben und den Ehrentag bei den protestantischen Großeltern zu verbringen. Und man kann natürlich eine Fahrkarte käuflich erwerben und dann wieder aussteigen. Linienbusfahrer können übrigens kein homeoffice machen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s