Und auch noch der 13.

Ich glaube nur die Tatsache dass heute der letzte Tag der Arbeitswoche ist hat mich überhaupt dazu gebracht aufzustehen und mein Morgenprogramm zu aktivieren. Und ich habe den genialen Plan ganz schnell ganz viel zu arbeiten um so früh wie möglich Feierabend machen zu können. Es wird wahrscheinlich so enden wie einer von Baldricks cunning plans in Blackadder…

Dass der wie üblich bereits telefonierende Fahrer seine Jacke noch anhat liess die Temperatur im Bus bereits erahnen. Kockorona soll mal wieder durch Kälte bekämpft werden.

Das will hier heute kein Ende nehmen. Vielleicht kommen wir nie an?! Vielleicht bin ich tot und keiner hat Bescheid gesagt? Ein dann doch eher unwahrscheinliches Szenario.

Wir stehen neben dem Wegweiser zu einem Biergarten. Und die Stimmung in der Fahrerkabine ist ähnlich. Da fragt man sich schon, was wohl so lustig ist…

Jetzt werfen sie ihre Trinkflaschen schon durch den Bus. Wir hatten ja noch die guten alten Trinkpäckchen. Und den Kakao aus dem Büdchen vom Hausmeister. Damals. Als ein Satz wie „Warum schreibst du mir denn, ich sitz‘ doch hier vorne im Bus“ noch keinen Sinn ergab.

„Du riechst voll nach Deo Alter. Hast du etwa geduscht?“ Ist der Plural von Pokemon neuerdings Pokemönne? Und woher weiss die Mama von den 0,5 Punkten in der Reli-HÜ? (Kleiner Tipp: Mamas kriegen früher oder später ALLES raus. Zumindest war es bei unserer so). Und hier wieder der Schulbus mit der Fahrerin die beim Anhalten beherzt nach dem Mikro greift.

Der Freund der gepflegten Konversation ist schon wieder auf dem Weg zurück und ich friere hier immer noch. Na endlich! Auf in einen hoffentlich schnell vorbei gehenden kurzen Arbeitstag!

Update Rückfahrt

Mein genialer Plan ist aufgegangen. Ich habe sogar zwei Busse früher geschafft. Ein mir bereits bekannter Fahrer mit ohne Haare (aber neuerdings mit Bart) unterbrach kurz das bereits laufende Telefongespräch um mir beim Einsteigen Hallo zu sagen. Ich kann ihn und die Umgebung sehen, welch angenehme Wohltat. Er trägt ein Pink Floyd T-Shirt, sehr sympathisch.

Gerade als ich mich freute dass es dieses Jahr aus naheliegenden Gründen keine Weihnachtsfeier geben wird ploppte eine e-mail im internen System auf. Betreff: Wichteln. Ein leider nicht auszurottender Brauch.

Mr Floyd spricht jetzt Englisch und macht einen Termin aus. Im Gegenbus der fluchende Bewohner-lookalike von neulich.

Fahrerwechsel am roten Bushäuschen. Kann ein bisschen dauern, man muss noch irgendwas ausdiskutieren. Es fiel das Wort Dienstplan, offenbar ein internationales Schreckenswort. Den neuen Fahrer habe ich noch nie gesehen, er lüftet jetzt vor der Abfahrt nochmal ausgiebig die Nebenhöhlen.

Die erste Weihnachtsdeko in einem Vorgarten. Ganz neu, heute morgen hat da noch nix geleuchtet.

So, jetzt wird mal eine geraucht und telefoniert. Rauch durch die Nase geht gar nicht. Hat mir mal ein Date versaut.

Es gibt eine „Schutzgemeinschaft Sparkassengeschädigte e.V.“ Gerade hat uns ein Auto mit dieser Aufschrift überholt. Was machen die denn so konkret? Okay, der Internetauftritt spricht für sich. Es geht um verschwiegene und unter den Teppich gekehrte Machenschaften des Kapitals. Der in solchen Zusammenhängen gerne genomme verbitterte Plakathochhalter darf nicht fehlen.

Jetzt bin ich schon gleich zu Hause und weiss gar nicht was ich mit der vielen Zeit anfangen soll. Aber da fällt mir bestimmt was Schönes ein.

Ein Hund mit Schutzmaske. Gut, das Frauchen hat eine Klangschale in der Tasche was so einiges erklärt.

Der Busfahrer der eben dazu aufgefordert hat sich „wegen dem Corona“ im ganzen Bus zu verteilen hat jetzt jemanden an der Backe der ganz dringend über die Linie 5, die nicht funktionierenden Anzeigetafeln und die Linie 1 sprechen möchte.

Und dann waren wir noch wegen einer Baustelle ganz dramatisch eingekeilt. Inklusive des aus seinem Fensterchen „Ich muss hier einen Bogen fahren. Das geht nicht wenn die PKWs so stehen. Machen Sie mir bitte Platz!“ rufenden Fahrers und der Anfrage vom Bus hinter uns: „Alles in Ordnung? Du stehst irgendwie blöd. Ich bleib‘ dann besser erstmal hier stehen.“

Irgendwann hat es dann aber für mich genööötet und das Wochenende kann offiziell beginnen…

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