Hallöchen neue Woche

Nach einem der langweiligsten Wochenenden in der Geschichte der Wochenenden bin ich jetzt wieder auf dem Weg in eine neue Arbeitswoche. Es rauscht und quietscht wie immer, der Fahrer ist mir schon bekannt und wir haben Licht.

Der demnächst beginnende Lockdown betrifft mich auf schon fast erschreckende Weise überhaupt nicht. Ich gehe weiter arbeiten wie gehabt, muss mich um keine Kinder kümmern und gehe sowieso nur Lebensmittel kaufen. Die Innenstadt ist für mich momentan noch Sperrgebiet, aber auch ohne Amokfahrt wäre ich wohl kaum so wahnsinnig gewesen sie am dritten Adventssamstag aufzusuchen. Und Gott sei Dank war ich im Urlaub beim Friseur, das reicht erstmal bis Januar. Eines Tages werde ich auch wieder schöne Augenbrauen haben, ich glaube fest daran.

Werden wir jetzt so nach und nach alle von Heidi Klums Kindern präsentiert bekommen? Sie alleine hat der Welt ja eigentlich vollkommen gereicht, aber wer bin ich darüber zu urteilen?

So, jetzt stehen wir hier erstmal rum und der Fahrer sucht irgendwas. (Im Zweifelsfall sein Handy). Der Geldbeutel kann es nicht sein, den hat er noch schnell aus dem Eingangsbereich geholt bevor wir eingestiegen sind. Jetzt mal noch kurz aussteigen und dem Nasenraucher aus dem Bus hinter uns Hallo sagen. Die üblichen weit ausholenden Gesten und Kopfschütteln.

Hei, was geht das heute schnell! Die Invasion hat schon begonnen, noch sind die Schulen ja geöffnet, ab Mittwoch wird es wieder sehr ruhig werden.

Und jetzt warten auf den nächsten Bus. Heute wird in der Schule anscheinend gewichtelt. Und jemand hat seinen Ranzen an der Haltestelle vergessen. Die Kollegin aus dem Nachtdienst steigt jetzt gleich in den Bus aus dem ich eben ausgestiegen bin und erholt sich vom üblichen Halli-Galli. Was bin ich froh dass ich keine Nachtdienste mehr machen muss!

Update Rückfahrt

Und schon bin ich wieder auf dem Heimweg nachdem ich den halben Arbeitstag im Testzelt verbracht habe. Es macht soooo einen Spaß das Testen ich finde gar keine Worte dafür. Ich glaube ich melde mich freiwillig für die Wochenenden im Testzentrum Trier. In der Halle die aussieht wie Hitler.

Hier im Bus ist überhaupt keine Action, das aufregendste ist momentan das Ab und Zu auftretende Darth Vader Geräusch. Der Fahrer hat zwar sein Handy geschwenkt um mich reinzuwinken aber er nutzt es nicht zum Telefonieren. Er fährt einfach nur und hört auch kein Radio. (Irgendwie seltsam sich zu beschweren weil er seinen Job und nix anderes macht, schon klar).

Es wird Zeit für ein Geständnis. Ich kann nicht länger verschweigen dass ich Meghan Markle zutiefst unsympathisch finde. Allein dieser Blick beim komischen Winken, urgs. (Schlimmer winkt nur Halle Berry). Und eine schlechte Schauspielerin ist sie auch. Und diese Meinung hat nichts mit Rassismus oder sonstigem zu tun, man muss ja heutzutage vorsichtig sein. Sie ist einfach nur doof. Meinung Ende.

Rotes Bushäuschen, der Bus ist aus und es hat aufgehört zu rauschen. Ein bisschen spooky, besonders weil der Fahrer gerade sehr laut geseufzt hat. Nun denn, solange er nicht alle Fahrgäste aussteigen lässt weil er ein bisschen Zeit für sich braucht ist ja alles gut…

Boah, wie mich dieses komische Tütenrascheln hier gerade nervt! Und auf einmal riecht es nach Mettwurst. Und der arme Kerl da vorne hat schon wieder geseufzt. Aber ich kann ihm leider so gar nicht helfen. Das letzte Stück wird er schon noch schaffen, ich schicke ganz viel positive Energie.

Wie man unschwer erkennen kann hat das stundenlange Tragen einer FFP2 Maske so seine Auswirkungen aufs Gehirn. Es kann ja nicht gesund sein immer wieder seinen eigenen Mundgeruch einzuatmen!

Toll, jetzt riecht es nach Aftershave (mit einem dezenten Hauch Mettwurst). Da hat wohl jemand heute abend noch Grosses vor. Aber wie wird uns hier gepredigt „Achten Sie auf die Einhaltung der geltenden Hygiene-und Verhaltensregeln“.

Der Fahrer telefoniert jetzt in schönstem Moselfränkisch. Eine detaillierte Beschreibung seines Schnelltests. Toll, das brauche ich jetzt wirklich dringend. Fast gekotzt haben schon viele, auch die harten Jungs sind nicht davor gefeit. Inzwischen geht es-welch Wunder-um den Dienstplan. Ein ewiger Quell der Freude und des Wohlgefallens.

Irgendwo sind Topfpflanzen im Angebot. Ich will nicht mehr an der Porta Nigra vorbei fahren müssen. Das kleine Mädchen wäre jetzt fast zwölf Wochen alt. Und Kockorona soll auch endlich verschwinden, es nervt nur noch. Aber irgendwie fürchte ich dass es uns noch eine Weile begleiten wird. Und jetzt auch noch das A-Kind und Hessi James. Meine Karmabilanz ist wohl etwas unausgeglichen. Dass die Tütenfrau seit zwei Wochen fehlt stimmt nachdenklich.

Endlich darf ich nööten…

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