2021 hat begonnen

Jetzt bin ich zum ersten Mal für dieses Jahr auf dem Weg zur Arbeit. Und es ist alles wie immer. Der Fürst der Finsternis regiert, es nieselt und irgendwo quietscht es.

Es hat sich auch sonst nichts gross geändert. Man wacht ja am 01.01. nicht plötzlich auf und hat ein anderes Leben. Kockorona ist auch noch da. Woran ich spätestens am Samstag beim Einkaufen erinnert wurde als vor mir an der Kasse eine Frau mit Handschuhen und Desinfektionsmittel im Anschlag „Abstand, um Gottes willen Abstand“ in meine Richtung rief als die Vorderräder meines Wägelchens die Markierung auf dem Boden berührten. In meinen Kniekehlen spürte ich das Gefährt meines Hintermanns…

Eine erschreckende Erkenntnis der letzten Tage: Ich erinnere mich noch sehr gut an abstruse Handlungsstränge des „Traumschiff“ aus den Achtzigern. Brigitte Horney legt einem Falschspieler (Ivan Desny) das Handwerk, Heidelinde Weis verliebt sich in Klaus Wildbolz (der natürlich kein Matrose sondern Besitzer der Jacht ist), Volker Brandt (in einer Doppelrolle) wird vom Ehemann von Dunja Rajter von der Reling geschubst und Sascha Hehn bandelt mit Anja Kruse an. Die Liebe hat aber keine Chance, denn sie kommt aus Prag und muss „nächste Woche singen auf russische Schiff“. Und dauernd landen Leute bei Dr Schröder in der Krankenkabine. Gert Baltus verliebt sich in Karin Baal obwohl er anfangs ihre Tochter ganz schrecklich findet, Sigmar Solbach stellt fest dass die angebetete Tochter seines Chefs taub ist und Susanne Uhlen ist blind. Insgesamt scheint es in den Achtzigern nur eine Handvoll Schauspieler gegeben zu haben die überall mitgespielt haben. By the way: Was macht eigentlich Evelyn Opela? Wirklich gruselig sind ja immer Szenen wo man weiss das alle beteiligten Schauspieler längst tot sind.

Verleser des Wochenendes: „The roman urins of Trier“. Ja, wer braucht schon Ruinen um eine Stadt attraktiv für Touristen zu machen?

Und dann war jemand so schlau und ist vor der Polizei auf einen Baum geflüchtet nachdem er ein Auto geschrottet hatte. Alkohol, Betäubungsmittel und keine gültige Fahrerlaubnis. Da bleibt einem ja nichts anderes übrig als sich in den Blättern eines Baumes zu verstecken. Halt, irgendwas an dem Plan scheint mir nicht ganz durchdacht, aber ich komme nicht drauf was!

Es ist schon wieder furchtbar langweilig hier. Auch wenn ich mir einbilde es wäre nicht mehr ganz so dunkel draussen. Und noch leuchtet es weihnachtlich. Dem Briefkasten geht es auch gut. Der Fürst ist mal kurz ausgestiegen, warum auch immer. Gott sei Dank hat er von aussen die Tür wieder aufgekriegt. Es ist keine sehr schöne Vorstellung in einem verschlossenen Bus zu sitzen und das Hebelchen (oder was immer es ist) klemmt. Aber ich habe ja direkt neben mir das Hämmerchen…

Und jetzt mal wieder das Warten auf den Bus nach 99. Ich wünschte ich wäre schon da. Oder noch besser: Auf dem Rückweg. Freitag. Es fördert nicht gerade die Motivation wenn man schon weiss wieviel wieder zu tun ist…

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