Bonntschur!

Und wieder ist ein neuer Morgen herangekommen und ich habe tapfer gegen alle Reißverschlüsse gekämpft um hier zu sein. Nach knackiger Kälte gestern regnet es mal wieder. Die Sonne scheint nur in Form des quietschgelben Pullovers des Fahrers. (Ich kann sowas ja nicht tragen, dann sehe ich aus wie eine Wasserleiche bei der Todes-und Auffindezeitpunkt gravierend voneinander abweichen). Das gelbe Ärmchen leuchtet jedenfalls als schönes Kontrastprogramm.

Und jetzt leuchtet es gelb in der Dunkelheit unter der Überdachung wo nach einem Lauf im Augsburger Puppenkiste Style durch den Regen geraucht wird. Jetzt noch eine kurze Durchsuchung der Kabine und das Studieren von Zetteln und Handynachrichten. Mal wieder Ökschn in seiner schönsten Form.

Geheimnisvolles Tütenrascheln und dezentes Trinkgeräusch beim Halten an der immer noch wunderschönen Baustelle.

Jetzt stehe ich im Regen und hoffe dass der Bus bald kommt und mich mitnimmt. Ich kann es kaum erwarten mich in das Abenteuer eines neuen Arbeitstages zu stürzen…

Update Rückfahrt

Und schon bin ich wieder auf dem Weg nach Hause. Nach einem irgendwie nervigen Tag.

Das Entertainmentprogramm heute besteht im wesentlichen aus den Ess-und Trinkgeräuschen aus der Fahrerkabine. Ah, jetzt wird telefoniert. Netterweise mit Lautsprecher an. Nicht dass ich irgendwas verstehen würde, aber es klingt nicht wirklich aufregend.

Heute ging es ja mal richtig schnell. Wir sind schon da wo sich die Busse treffen. (Klingt wesentlich romantischer als es ist). Und bekommen Besuch vom Träger eines ausgesprochen hässlichen Pullovers.

Jetzt geht es weiter und aus dem Lautsprecher ertönt eine Frauenstimme die sehr langatmig etwas a la „und ich so…“ erzählt. Der Mann steuert ein gelegentliches „da“ bei. Kennt man ja. Er kann wenigstens nicht aufstehen und in einen anderen Raum gehen. Und auch nicht den Anfängerfehler der Nutzung der Toilettenspülung machen.

Die kleine Großstadt (eine sehr schöne Formulierung unseres OB) hat mich wieder. Leute die erstmal abwarten bis der Bus hält und die Tür geöffnet hat um mitzuteilen dass sie „auf den annern“ warten sind bestimmt sehr beliebt. Ja bitte, ich brauche dringend kalte Luft an den Beinen. Irgendwas ist vorne runtergefallen, hektisches Suchen an der roten Ampel mit gleichzeitigem Blick darauf.

Mein Sternbus liess mal wieder auf sich warten und steht wegen Platzmangel halb auf der Strasse. Das Entwertungsding rattert und rattert. Vor uns ist der Fahrer noch irgendwo anders. Es kann sich nur noch um Stunden handeln. „Ich habe meinen Studentenausweis vergessen, aber ich möchte gerne mitfahren“ löst huldvolles Winken aus. „Guten Tag, ich habe heute eine Maske auf!“ Und nicht geduscht.

Nööööt für heute.

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