Wieder ein wichtiger Hinweis

Hierein wichtiger Hinweis aus dem Schnellimbiss am Hauptbahnhof. Er ist neu, anscheinend haben sich Leute einfach so hingesetzt. Was in diesen Zeiten natürlich überhaupt nicht toleriert werden kann!

Im Bus darf man aber weiterhin sitzen. Und das tue ich auch nachdem ich schon dachte er käme gar nicht mehr. Kein Licht, kein Warm und flotter Reifen. Also im Prinzip wie immer. Die Betonverschiebungsfrau wurde abgewürgt, noch ist es vorne still.

Und jetzt stehen wir mal wieder rum. Mit Jacke-im-Sitzen-ausziehen, Kaffee trinken und runtergefallenes aufheben. Und quakendem Radio. Es ist endlich schön warm.

Und jetzt kam dann auch endlich mal ein Anruf. Ich verstehe wie üblich kein Wort, aber es scheinen wichtige Neuigkeiten zu sein. Und jetzt noch fröhliches Brüllen ins Fensterchen des Gegenbusses. Man hat sich anscheinend seit Jahren nicht gesehen und jetzt zufällig auf der Strasse dieses Moseldorfs getroffen…

Warten auf den nächsten Bus. Faszinierenderweise trotz verspäteter Abfahrt ein paar Minuten zu früh. Die vier mitfahrenden Schüler haben nicht so gebremst wie die busfüllende Menge zu normalen Schulzeiten. Wenigstens regnet es nicht. Man hört schon wieder zaghaftes Vogelzwitschern und es wird hell. Das Entengeschnatter entfällt wegen Hochwasser.

Auf in einen neuen Tag im Namen von Kockorona. Natürlich fängt es jetzt an zu regnen, es wäre auch einfach nicht dasselbe ohne doch noch nass zu werden.

Update Rückfahrt

Und schwuppdiwupp sitze ich schon wieder im Bus nach Hause. Es ist noch hell, ich kann den Nasenraucher sehen und es fängt vorsorglich schon mal an zu regnen.

„Voll Hochwasser, Alter.“ „Ja, voll.“ „Krass, Alter.“ „Ganze Mosel ist ausgelaufen.“ „Und wenn jetzt die Staustufe kaputt geht?“ „Ich googel mal, Alter.“ Leider sind die Herren jetzt ausgestiegen und lassen mich unwissend zurück. Auch wieder so eine Frage über die ich mir nie Gedanken gemacht habe…

Und jetzt ein wenig Rauch durch die Nase pusten und den Fahrer des zweiten Busses begrüßen. Auch hier anscheinend ein zufälliges Treffen nach Jahren der Trennung. (Man wähnte sich wohl gegenseitig tot). Wieder eine ideale Gelegenheit für Fahrzeugdiebstahl.

Und jetzt noch eine kleine Fahrt durch Deutschlands älteste Stadt. Was macht ein Mensch mit so vielen Bananen? Und wo wohnt eigentlich mein Hausarzt der gerade aus seiner Praxis kam? Da wo früher ein erschreckend gut einsehbares Fitnesstudio war ist jetzt eine Zahnarztpraxis. Sieht sehr science-fiction-mässig aus mit den Lampen und den Chairs of no escape. „Gehen Sie Bahnhof?“ „Nein, Haltestelle da vorne. Andere Richtung.“ „Warum?“ „Tja, nun…“ Umleitung wegen Kanalarbeiten ohne Erdreichbewegung. Sowas wie OP ohne Bauchschnitt. Herr Fahrer, man kann doch wenigstens so tun als wären die vorgezeigten Fahrscheine interessant. Das Vortäuschen von Interesse und Sympathie sind Kernkompetenzen, auch wenn es wahrlich nicht immer leicht ist.

Einkaufen nach Feierabend ist überaus anstrengend. Es gibt nur noch komisches Brot, seltsame Menschen sind unterwegs und man kauft absonderliche Dinge. Und keine Milch. Seufz…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s