Busy on the bus

So, es ist Freitag Nachmittag und ich darf endlich nach Hause fahren. Mit einem Fahrer den ich bisher nur von morgens kenne.

Die letzten Tage waren wenig aufregend und sind schnell zusammen gefasst:

Die Natur hat sich was dabei gedacht dass Männer weder menstruieren noch Kinder kriegen. Wer schon einen Rachenabstrich als eine der schlimmsten Erfahrungen seines Lebens verbucht…

Heute morgen war ich froh heil auf der Arbeit anzukommen. Käpt’n Bleifuss hat schon bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof fast eine offene Taxitür abgefahren und sich anschließend daran gemacht den Geschwindigkeitsrekord auf der Strecke zu brechen. So ein Bus muss halt auch mal seine Grenzen erfahren.

Beim Öffnen einer neuen Milchpackung empfiehlt es sich, nicht zu schwungvoll an diesem Ring zu ziehen. Sonst muss man sehr früh am Morgen im feuchtklammen Schlafanzug die Küche sauber machen.

Wenn man ein Handyticket vorzeigen möchte ist telefonierend in den Bus einsteigen nicht unbedingt die cleverste Idee.

Inzwischen ist es dann schon Montag geworden. Ich sitze in einem Bus dessen Uhr vier Stunden vorgeht und dessen Lüftung wie ein Presslufthammer klingt. Der Kommissar hat immerhin dann doch mal das Licht angemacht, man freut sich ja schon über die kleinen Dinge.

Und jetzt endlich mal Action. Die hintere Tür ist kaputt und geht nur halb auf wenn sie soll. Dafür öffnet sie sich während der Fahrt gerne mal ganz. Gott sei Dank wird man da nicht rausgesogen wie im Flugzeug. Das wäre mir persönlich ein bisschen zu spektakulär.

Und schon bin ich auf dem Heimweg. Heute mal richtig früh damit ich es endlich mal schaffe zum Friseur zu gehen. Mit fröhlich telefonierendem Fahrer und einem Bus der keine komischen Geräusche macht und die Türen nur öffnet wenn es gewünscht ist.

Was freue ich mich dass die Labertaschen aus dem ersten Bus mit nach Trier fahren. Leider telefoniert der Fahrer immer noch und kann keine Fragen beantworten. („Hat so ein Bus auch Schneeketten im Winter?“) Nein, wir fahren keine andere Strecke als sonst und haben auch keine Abkürzung genommen. Und ja, manchmal kreuzt ein anderer Bus unseren Weg, gelegentlich ist es eine Leerfahrt.

Was bin ich jetzt erschrocken als von vorne ein lautes „Hah“ ertönte. Was es da wohl wieder zu besprechen gibt? Und jetzt wird geraucht und mit dem Fahrer von Bus2 ein Schwätzchen gehalten. Man überbietet sich gerade in der Größe von irgendwas.

Nachdem der Bus dann noch rappelvoll wurde (eine Handwerkskammer hatte Beufsschulschluss, Heldensagen aus allen Ecken) sitze ich jetzt beim Friseur. Welch schönes Gefühl mitten im Alleencenter gegenüber von Supermarktkassen seine Kontaktdaten zu brüllen. „Nein, ich kann noch keinen Termin für Juni machen, wir hangeln uns von Tag zu Tag.“

Und es wurde Dienstag. Ich sitze mit Frisur im Bus und warte darauf dass die Fahrt losgeht. Der Fahrer war etwas früher da und frühstückt noch schnell zu Ende. Mir soll’s recht sein. Hauptsache warm, richtige Uhrzeit auf der Uhr und keine nervige Presslufthammerlüftung…

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