Busy on the bus

So, es ist Freitag Nachmittag und ich darf endlich nach Hause fahren. Mit einem Fahrer den ich bisher nur von morgens kenne.

Die letzten Tage waren wenig aufregend und sind schnell zusammen gefasst:

Die Natur hat sich was dabei gedacht dass Männer weder menstruieren noch Kinder kriegen. Wer schon einen Rachenabstrich als eine der schlimmsten Erfahrungen seines Lebens verbucht…

Heute morgen war ich froh heil auf der Arbeit anzukommen. Käpt’n Bleifuss hat schon bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof fast eine offene Taxitür abgefahren und sich anschließend daran gemacht den Geschwindigkeitsrekord auf der Strecke zu brechen. So ein Bus muss halt auch mal seine Grenzen erfahren.

Beim Öffnen einer neuen Milchpackung empfiehlt es sich, nicht zu schwungvoll an diesem Ring zu ziehen. Sonst muss man sehr früh am Morgen im feuchtklammen Schlafanzug die Küche sauber machen.

Wenn man ein Handyticket vorzeigen möchte ist telefonierend in den Bus einsteigen nicht unbedingt die cleverste Idee.

Inzwischen ist es dann schon Montag geworden. Ich sitze in einem Bus dessen Uhr vier Stunden vorgeht und dessen Lüftung wie ein Presslufthammer klingt. Der Kommissar hat immerhin dann doch mal das Licht angemacht, man freut sich ja schon über die kleinen Dinge.

Und jetzt endlich mal Action. Die hintere Tür ist kaputt und geht nur halb auf wenn sie soll. Dafür öffnet sie sich während der Fahrt gerne mal ganz. Gott sei Dank wird man da nicht rausgesogen wie im Flugzeug. Das wäre mir persönlich ein bisschen zu spektakulär.

Und schon bin ich auf dem Heimweg. Heute mal richtig früh damit ich es endlich mal schaffe zum Friseur zu gehen. Mit fröhlich telefonierendem Fahrer und einem Bus der keine komischen Geräusche macht und die Türen nur öffnet wenn es gewünscht ist.

Was freue ich mich dass die Labertaschen aus dem ersten Bus mit nach Trier fahren. Leider telefoniert der Fahrer immer noch und kann keine Fragen beantworten. („Hat so ein Bus auch Schneeketten im Winter?“) Nein, wir fahren keine andere Strecke als sonst und haben auch keine Abkürzung genommen. Und ja, manchmal kreuzt ein anderer Bus unseren Weg, gelegentlich ist es eine Leerfahrt.

Was bin ich jetzt erschrocken als von vorne ein lautes „Hah“ ertönte. Was es da wohl wieder zu besprechen gibt? Und jetzt wird geraucht und mit dem Fahrer von Bus2 ein Schwätzchen gehalten. Man überbietet sich gerade in der Größe von irgendwas.

Nachdem der Bus dann noch rappelvoll wurde (eine Handwerkskammer hatte Beufsschulschluss, Heldensagen aus allen Ecken) sitze ich jetzt beim Friseur. Welch schönes Gefühl mitten im Alleencenter gegenüber von Supermarktkassen seine Kontaktdaten zu brüllen. „Nein, ich kann noch keinen Termin für Juni machen, wir hangeln uns von Tag zu Tag.“

Und es wurde Dienstag. Ich sitze mit Frisur im Bus und warte darauf dass die Fahrt losgeht. Der Fahrer war etwas früher da und frühstückt noch schnell zu Ende. Mir soll’s recht sein. Hauptsache warm, richtige Uhrzeit auf der Uhr und keine nervige Presslufthammerlüftung…

Ich sehe die Mosel

Und wieder einmal bin ich nach einem wundervollen Tag auf dem Weg nach Hause. Es ist noch richtig hell und sonnig, der Fahrer trägt sogar eine Sonnenbrille.

Zitat des Tages: „Du hast einen schönen Pullover, einen schönen Bart und eine furchtbar hässliche Glatze.“ „Danke Mama!“ Wer würde sich nicht über so eine Begrüssung freuen?

Die Polizei Trier sucht Sachbearbeiter im Bereich Vermögensabschöpfung. Auch so ein schönes deutsches Wort.

Und schon wurde es März…

Irgendwie war ich in den letzten Tagen etwas schreibfaul. Es war auch mal wieder alles ausgesprochen unspektakulär und langweilig.

Bis auf den einen Nachmittag wo mich der Fahrer gefragt hat wo ich eigentlich arbeite und sich ein kurzes Gespräch über Corona im allgemeinen und die Impfung im besonderen ergab.

Und schon ist es wieder Nachmittag und ich bin bei strahlendem Sonnenschein mit sonnenbebrilltem Fahrer unterwegs nach Hause.

Der heutige Arbeitstag war sehr angenehm, auch wenn ich ein wenig Aufruhr in der Küche verursacht habe. Man hatte sich schon die tollsten Gründe ausgedacht warum ich später mein Mittagessen holte als sonst: Kündigung mit sofortigem Hausverbot, plötzliche Erkrankung, spontan alles hingeschmissen. Dass ich einfach nur eine Zimmerbegehung machte die etwas länger dauerte war dann fast ein wenig enttäuschend…

Und jetzt scheint die Sonne mir genau ins Gesicht und ich hätte auch gerne so ein Runterziehdings wie vorne. Aber nein, man muss die ganze Zeit Angst haben mit den Brillengläsern was anzuzünden.

Im Bus nach Süden erzählt eine emsige Studentin wie sie sich bei ihrem Prof eingeschleimt hat. (Man kann es nicht anders nennen, es tut mir leid). In sowas bin ich ja ganz schlecht. Und ich werde auch nicht gerne angeschleimt und es bringt bei mir auch nix. Die Altersweisheit hat mich aber aufhören lassen beim Auftreten bestimmter Leute Schmatzgeräusche von mir zu geben.

„So! Jetzt überprüfen wir mal alle den korrekten Sitz unseres Mundschutzes!“ Rauschebart mit Holzfällerhemd hat gesprochen und alle fummeln sich im Gesicht rum. Es riecht nach Friseur. Man hatte den Geruch ja schon fast vergessen.

So, nachdem ich dem Fahrer des Lekkerland-LKWs zugesehen habe wie er mit praktisch nicht messbarer Geschwindigkeit sein Fahrzeug ausgeladen hat bin ich mal wieder auf meinem morgendlichen Weg.

Im Bus ist es eiskalt, der Fahrer (Käppi vergessen?) telefoniert und wir haben gerade einen Gelben Sack überfahren. Spannender wird es dann wahrscheinlich nicht mehr.

So war es dann auch. Sollte eines Tages ein Preis für das langweiligste Leben verliehen werden stehe ich ganz oben auf der Nominierungsliste.

Was ist von Leuten zu halten die sich „um zu prüfen ob sie richtig geht“ auf die Sitzwaage setzen und dann von mir ihr Gewicht ablesen lassen? Nachdem sie mir vorher irgendwas von den Segnungen einer kleinen (i.e. nicht vorhandenen) Brust und einer „Kleidergrösse nicht zum Schämen“ erzählt haben? Ich schäme mich meiner Kleidergrösse auch nicht und halte es mit Erin Brokovich: „Titten können helfen!“ Nur nicht bei meinem Englisch-LK-Lehrer von dem das schöne Zitat „Packen Sie Ihre Schlüsselreize wieder ein, sie ändern nichts an der Fünf“ stammt. Gegenüber einer Mitschülerin, nicht dass da Missverständnisse aufkommen. Mir hat er immer einen Punkt von der Zeugnisnote abgezogen weil ich nie Hausaufgaben vorweisen konnte. („Sie waren die erste die das bis zum Ende mitgemacht hat, alle anderen sind irgendwann eingeknickt“)

Die Sonne scheint schon wieder ganz wunderbar, wir fahren durch die Landschaft und es passiert mal wieder nichts. Heute mal eine Fahrerin die Radio hört.

Es gibt sogar Leggings die an den Unterschenkeln transparent sind und den Blick auf die Rasierpickelchen freigeben. Schick, schick.

Wir erreichen den Norden der kleinen Großstadt und ich werde diesen Text endlich mal hochladen. Bald mehr aus meinem spektakulär langweiligen Leben!

Heimweg

Heute melde ich mich mal wieder erst von der Rückfahrt, nachdem es heute morgen mal wieder absolut unspektakulär war.

Jetzt ist es allerdings auch nicht viel besser. Am Steuer sitzt der Graukopf und klopft im Takt der nur zu ahnenden Musik auf das Fahrscheinausdruckdings. Ich konnte meinen Platz diesmal verteidigen. (Es ist von Vorteil wenn man schon weiss welcher Fahrer es ist und wo er normalerweise an der Haltestelle zum Stehen kommt).

Ich fühle mich gerade ungeheuer erwachsen weil ich am Wochenende meine Steuererklärung gemacht habe. Das ist, neben dem demnächst fälligen Bausparvertrag, so ein „Willkommen in der Welt der Erwachsenen“. Wo ich mich ja streng genommen schon etwas länger befinde, auch wenn man es manchmal nicht so merkt.

Heute war so einer von den Arbeitstagen deren einziger Sinn darin besteht möglichst schnell vorbei zu gehen. Man macht halt sein Gedöns und hofft dabei nicht weiter aufzufallen. Auch so ein Erwachsenending glaube ich.

Hach, was hat das Internet nicht alles an Merkwürdigkeiten anlässlich des Todestages der Geschwister Scholl zu bieten! Man kann natürlich ganz fein darüber spekulieren was die heute fast Hundertjährige wählen würde. So wie man sich auch ein Deutschland im Sinne der Männer des 20. Juli ausmalen kann. Man kann sich aber auch einfach nur verneigen vor dem Mut all derer die ihr Leben geopfert haben weil sie nicht geschwiegen haben und wie Bonhoeffer es formulierte „dem Rad in die Speichen“ fielen. Und dann gepflegt die Fresse halten.

„Fahren Sie bis zur Brücke?“ „Hier sind viele Brücken, also auf jeden Fall“.

Joey Heindle arbeitet jetzt als Rettungssanitäter. Das macht mir ein bisschen Angst. Nicht dass er mal zu jemandem gerufen wird der tot aufgewacht ist…

Ein neuer Comedysender bei Sky. Klang sehr verlockend. Bis zu dem Satz „Den Auftakt macht Dieter Nuhr…“

Im Bus nach Süden wird gerade in rasender Geschwindigkeit französisch parliert und ein älteres Ehepaar sinniert ob man dieses Jahr wohl endlich wieder an den Schliersee fahren kann. Je veux einfach nur heim. Wir sind immerhin schon am Karl seinem Haus. Es ist etwas anstrengend wenn jemand jedes Mal wenn das Ansagenkind „Dankeschön“ gesagt hat „Bitteschön“ ruft.

Und schon ist der nächste Morgen herangekommen und ich bin auf dem Weg zu neuen Taten.

Gerade ist jemand eingestiegen der seine Fahrkarte nicht bezahlen konnte und ein versifftes Blatt Papier vorzeigte dass seine Befreiung von der Maskenpflicht bescheinigt. Der Fahrer hatte anscheinend keine Lust auf Diskussionen um diese Uhrzeit und bringt den armen Maskenlosen zwei Haltestellen weiter zur Sparkasse.

Und jetzt wird telefonisch eine Bohrmaschine organisiert. Was man halt um die Uhrzeit als echter Kerl so macht.

Und schon bin ich wieder auf dem Heimweg. Mit einem Fahrer den ich nicht kenne und zwei Jugendlichen von denen einer mal noch schnell an die Hecke an der Bushaltestelle gepinkelt hat. „Alter, da steht ’ne Frau, was denkt die denn jetzt von dir?“ „Dass die Natur ihr Recht fordert!“ Ja, in etwa. Nur etwas weniger fein ausgedrückt.

Ich warte ja nur darauf dass eine bestimmte Bewohnerin irgendwann „Ich bin 107 Jahre alt“ sagt und mir ihre Kette aus Geisterperlen zeigt. Denn sie wohnt unter falschem Namen bei uns und heisst in Wirklichkeit Won.

Am roten Bushäuschen wird geraucht und telefoniert. Das Wetter macht es ja endlich wieder möglich. Leider ist das Radio so laut dass ich kein Wort von draussen verstehe. Jetzt ist das Radio aus und das Gespräch beendet. Ich hege den Verdacht dass da jemand nicht belauscht werden wollte. Was mich natürlich umso neugieriger macht…

Und schon wieder wird geraucht, diesmal aber ohne Radio. Der Fahrer von Bus2 (der der mich morgens immer lachend begrüßt und beim Aussteigen einen schönen Tag wünscht) hat sich dazu gesellt. Man merkt doch gleich dass es wieder wärmer ist und nicht permanent regnet.

Wie schön, am Ende des Tages einen Zahnpastafleck auf der Sweatjacke zu entdecken. Natürlich nicht weiss, sondern neonblau. Seit wann ist er da? Wann habe ich mir angezogen die Zähne geputzt? Wer hat ihn alles gesehen und taktvoll geschwiegen? (Was mich sehr wundert). Es sieht auch bei jungen Frauen furchtbar aus, wenn sie die Hosen bis unter die Achseln zurren, nicht nur bei alten Männern. (Egon Bahr war Meister in dieser Art sich zu kleiden). Himmel, Mädel dahinten, niemand interessiert sich für deine Sprachnachrichten! Kurze Hose und barfuss-was trägt man dann wenn es wirklich warm ist? Wie aufdringlich kann man auf nackte Füsse starren?

Endlich zu Hause und beim Zappen Klaus Meine von den Scorpions. Es bleibt einem nichts erspart. Auf welchem Sender läuft den heute „Bones“? Von der Serie hätte ich gerne die gesammelten Leichenfindungsschreie als Audiodatei…

Tagesvorschau

Heute ist es soweit-ich bekomme meine zweite Impfdosis. Die Aufregung hält sich in Grenzen, auch wenn mir Schauerliches aus Facebookgruppen berichtet wurde. Es wäre dann ja ein Fall für die BG weshalb ich zumindest finanziell ausgesorgt hätte. (Interessanterweise hat mein Arbeitgeber schon erklärt dass normale Impfreaktionen nicht zur Prüfung bei der BG eingereicht werden dürfen und es immer der vorherigen Stellungnahme eines Durchgangsarztes bedarf).

Der Kommissar erscheint mir heute morgen ein wenig verschnupft, es sind in regelmäßigen Abständen Trompetengeräusche zu hören. Ansonsten ist es langweilig wie immer.

Update Rückfahrt

Und es blieb natürlich langweilig…

Jetzt sitze ich geimpft und frohgemut im Bus nach Hause. Und ich hatte gerade einen Tütenfraumoment, denn mein Platz ist besetzt. Unfassbar! Und dann auch noch von jemandem der Fahrpläne abfotografiert!

Und schon ist der nächste Morgen herangekommen und ich bin auf dem Weg zu neuen Abenteuern.

Gestern war es dann wieder wenig spektakulär, wir hörten gute russische Musik und es war zum ersten Mal noch ein bisschen hell als ich in Trier ankam.

Heute morgen bin ich müde (was nichts mit der Impfung zu tun hat) und mein linker Arm tut ein bisschen weh (wenn das alles ist habe ich die zweite Impfung gut verkraftet). Es ist ein bisschen frisch im Bus und es ist einer von denen ohne moderne Anzeige. Die Uhr geht aber irritierenderweise richtig.

Update Rückfahrt

Und schon bin ich wieder auf dem Heimweg. Es wird fleissig telefoniert, mit der Beleuchtung experimentiert und mit dem freien Arm gestikuliert.

Zitat des Tages: „Haben Sie die Impfung gut überstanden, Frau xy?“ „Ja. Der rechte Arm tut ein bisschen weh und lässt sich schwer heben. Aber das ist ja sowieso aus der Mode gekommen.“

Es ist jetzt schon richtig lang hell, was die Fahrt etwas interessanter macht. Landschaft, Wahlplakate und Einblicke in die Häuser anderer Leute.

Vorne geht es um Bananen.

Und so wurde es Freitag in meinem ereignislosen Leben. Ich bin mit Manni/Günther auf dem Weg ins Wochenende. Er hat gerade telefoniert, aber der Gesprächspartner war gerade am essen weshalb nur kurz gesprochen wurde.

Heute hatte ich ein Prachtexemplar von Mann in meinem Zelt. Ein Techniker einer anständigen deutschen Firma die ich aus Imagegründen an dieser Stelle nicht nenne, der als erstes meine Qualifikation anzweifelte (ganz schlechte Idee wenn die Angesprochene noch einen Rachenabstrich durchführen wird!). Ach ja, Rachenabstriche sind sowieso ein Witz, da müssen ja alle Tests negativ sein. (Spoiler: Dem ist nicht so wie ich aus eigener Erfahrung weiss). Dann wollte er eine Bescheinigung haben, fand sie dann aber doof. Vermutlich weil auf profanem Papier und nicht auf handgeschöpftem Bütten mit Goldrand. Als er mich dann beim Rausgehen mit meinem Kaffeebecher sah hörte ich nur ein freundliches „Ja, ja, Kaffee trinken können sie alle gut!“ (Spülmaschinen reparieren können nicht alle. Habe ich gerüchteweise gehört).

Manni/Günther hat am roten Bushäuschen eine geraucht und jetzt geht es weiter. Sein Gesprächspartner von eben hat fertig gegessen und das Gespräch wird fortgesetzt. Es geht um den Dienstplan und irgendeinen Parkplatz. Spannend, spannend. Dank der Maskentragenansage konnte ich leider nicht verstehen was genau im Saarland wie ist.

Gerade hat ein Fahrgast sich darüber ausgelassen wie asozial die Menschheit doch ist. Sitzen sie einfach im Bus wie daheim auf der Couch. Und diese Mobiltelefone, eine furchtbare Seuche. Völlig verwirrt ist dann hinten einer mit ihm ausgestiegen um vorne wieder einzusteigen. „Watt war datt denn?“(Eine Frage mit vielen Dimensionen von Manni/Günther). Das letzte was wir von unserem Mitreisenden sahen war sein Fastüberfahrenwerden beim Überqueren der Strasse…

Jetzt sitze ich im Bus nach Süden nachdem ich wirklich alles aus der Packstation geholt habe. Nicht dass noch die Polizei kommen muss um mir die Päckchen zu bringen. Es geht mal wieder etwas zäh voran.

Und jetzt ist es endlich geschafft. Ich konnte das Wochenende einnöööten.

Und jetzt wird endlich mal dieser Text hochgeladen! Zustände sind das hier. Es ist aber auch alles so verdammt langweilig und unspektakulär…

Coronabaum

Heute morgen das Bild einer sehr kreativen Umsetzung des Coronathemas. Der Baum steht an meinem Arbeitsort, ich habe ihn gestern auf dem Weg von der Bushaltestelle entdeckt.

Bei der heutigen Fahrt mit dem Kommissar haben wir das ultimative Actionlevel wohl bereits erreicht als kurz hinter Trier der Besen umfiel.

Update Rückfahrt

In der Tat geschah heute morgen mal wieder nichts. Beim Umsteigen beobachtete ich fasziniert eine Frau die alle aushängenden Fahrpläne fotografierte. Blättert sie bei der Planung einer Zugfahrt dann auch in einem Kursbuch?

Hier im Bus wird wieder fleissig telefoniert nachdem ein schlimmer Klingelton ertönte. Es ist der Fahrer der sich immer so wunderbar aufregt. Und jetzt werden vom Fürst der Finsternis Zettel durch das Fensterchen gereicht. Wieso fahren wir jetzt rückwärts zurück zum roten Bushäuschen? Um dort mit Rückwärtsgangpiepesen stehen zu bleiben? Das Aufregungslevel steigt deutlich.

Frage des Tages: „Nur Hinfahrt? Wollen Sie da bleiben??“

Türen auf und raus. Wildes Gestikulieren und aufgeregtes Sprechen mit dem Fahrer von Bus2. Sie bewundern jetzt Ihre Fahrzeuge und verschwinden mal kurz zur Detailbetrachtung. Und schon geht es wieder weiter. Das Gespräch dreht sich um „Vitamini“ und „Mineralstoffe“. Wie genau „Chilli“ da reinpasst ist ohne Kontext leider nicht erschliessbar.

Neben mir liest eine Frau den Beipackzettel ihrer Pille. Warum haben die Packungen eigentlich immer so lieblich-süssliche Farben? Die hier ist hellgrün, meine ist von einem seltsamen Orange. Diese Farbgebung fasziniert mich genauso wie der enorm hohe Anteil an Apfelgrün in der Berufskleidung Pflegender. Sowas trägt man privat ja eher nicht.

Das russische Wort kack (was) fasziniert mich auch immer wieder…

Im Hunsrück wurden Heizöfen aus fünf Hochsitzen gestohlen. Auch wieder sowas seltsames. Genau wie die Aussage dass die Kerzen in denen ein ehemaliger Olympiaschwimmer Meth transportiert hat nach „Tod und Elend“ gerochen haben. Also so wie mein Biomülleimer oder der Wäschekorb ganz unten.

Jemand wünscht über Busfunk allen einen schönen Feierabend. (Ich bin inzwischen auf der Strasse nach Süden). Hinten im Bus werden Furcht und Elend von Open Book Klausuren diskutiert. Gähn. Den rechten Arm zum Grusse des Kollegen zu heben kann unter Umständen misinterpretiert werden. Blaulicht ahead lässt Schlimmes ahnen. Wir stehen jetzt mal ein bisschen rum. Und irgendwie wundert es mich nicht dass die Motorradfahrer die eben an uns vorbeigeknattert sind jetzt betröppelt in Polizeibegleitung am Straßenrand stehen.

Schnelltests für Privatpersonen. Eine ganz entzückende Idee…

Jetzt noch ein bisschen Happi-Happi und dann Schlafi-Schlafi. Morgen ist zweiter Impftermin.

Fosent!!!

Heute morgen dann mal superlustige Grüße. Denn es ist Rosenmontag, auch wenn man dieses Jahr nichts davon merkt. Schade eigentlich-heute abend beim Heimkommen wird der Boden an der Haltestelle nicht kleben und es werden keine seltsam gewandeten Personen seltsame Dinge lallen…

Jetzt ist mein Urlaub tatsächlich schon wieder vorbei. Und wo ist das für heute angekündigte Glatteis? Wir fahren ganz normal durch die Gegend, es wird telefoniert und alles ist als wäre ich nie weg gewesen.

Es ist mal wieder unglaublich langweilig, aber wenigstens warm und das Licht ist an. Und ich freue mich ja so auf meinen Arbeitstag!

Update Rückfahrt

Und schon ist besagter Arbeitstag schon wieder vorbei. Und auch hier war es als wäre ich nie weg gewesen…

Es wird natürlich mal wieder telefoniert. Der Fahrer möchte anscheinend sicher gehen dass seine Ablösung ans rote Bushäuschen kommt. „Mir egal wer, aber wäre wirklich gut! Dienstplan ist ja wegen Rosentag“. Man darf gespannt sein…

Natürlich regnet es auch mal wieder. Anders ist diese Fahrt anscheinend nicht möglich. Es ist zu warm für Glatteis und ich sitze hier mit der hässlichsten Winterjacke sämtlicher Stadt-und Landkreise die durchfahren werden. Deren Reißverschluss jetzt endgültig kaputt ist. Sieht gar nicht doof aus.

Anscheinend ist es gar nicht so einfach gleichzeitig zu trinken und einen Bus zu steuern. Sieht aber lustig aus. Und jetzt bleiben wir an der Haltestelle stehen obwohl alle eingestiegen sind weil-man ahnt es bereits-ein Gegenstand aufgehoben werden muss.

Momentan sieht es schlecht aus mit der Ablösung. Es wird telefoniert. Und weiter gefahren. Da nutzt der beste Rosentag nix.

Gestern wurden in Trier zwei in einer Abholstation vergessene Päckchen von der Polizei zugestellt. Meine waren es nicht nachdem ich eine gefühlte Million Mal den Abholcode in das Tastenfeld des Amazon Lockers gehämmert hatte. Wer steht nicht gerne in improvisierter Kleidung vor dysfunktionaler Technik an einer Tankstelle? Am Valentinstag! Es tat sich wohl auch nach meinem fluchenden Abgang nix. Natürlich kann der Kundenservice („Sind Sie sicher sich am richtigen Ort zu befinden?“) keinen neuen Code generieren (DHL kann) und hat eine Erstattung veranlasst. Es wäre mir aber auch ein wenig peinlich gewesen wenn die Polizei geklingelt hätte…

Da durfte tatsächlich jemand nicht mitfahren weil Mund und Nase nur mit einem Schal bedeckt waren. Keine Diskussion und Tschüss.

Wie schön, dass ich mal wieder von zwei Familienmitgliedern zeitgleich dasselbe Video geschickt bekommen habe. Aber wehe ich schicke mal was was die Damen schon kennen!

Fahren wir jetzt irgendwann mal weiter? Bus2 (rauchender Fahrer trug eine atemberaubend hässliche Weste) ist längst weg, aller Abfall beseitigt und die Kabine aufgeräumt. Na bitte, geht doch.

Ich brauche dringend ein Stück Zahnseide. Auch wenn ich da seit letzter Woche ein wenig ängstlich bin. Dachte ich doch zur Entfernung des Zahnseidesticks einen Dentisten aufsuchen zu müssen. Ich hätte natürlich nicht den mir seit Jahren bekannten aufgesucht, obwohl mir da spätestens seit der Sache mit dem abgebrochenen Zahn durch Kugelschreiberkauen nichts mehr peinlich sein sollte. Schreiben Zahnärzte sich eigentlich auch Briefe wenn sie Patienten von Kollegen behandelt haben?

Wie schön dass es immer noch Usus ist, Menschen auf Wahlplakaten mit schwarzen Zähnen und Brillen zu verzieren. Ein Aufkleber an der richtigen Stelle kann auch entzücken.

Genauso wie die ersten Ausläufer der kleinen Großstadt.

Der Bus nach Süden ist angenehm leer und man merkt so gar nix vom Rosenmontag. Ein Pärchen (woher kenne ich sie?) diskutiert über Salat und Maskensegelohren. Sie kochen gleich Nudeln. Er hat Hunger weil sie im Kaufland so getrödelt hat. Ja, wo steigt man am besten um? Und soll man besser ein Brot vorbestellen? Hach, was mir die alles mit sich selbst ausdiskutieren muss nicht alles entgeht. Es geht mal wieder sehr laaaaangsaaaaam voran. Das mag ich ja so gar nicht. Pfiffiger Werbespruch des Tages: „Unser Herr der Ringe. Heringe.“ Genau, mein Fiiisch.

Und mein Nööööt.

Tatsächlich endlich Freitag

Kaum zu glauben aber wahr-der Freitag er ist endlich da.

Auch wenn ich schon weiss dass ich heute nicht früher gehen kann erfüllt mich die Aussicht auf den Feierabend mit grosser Freude. Am Horizont winken neun freie Tage.

Vorne wird schon wieder eifrig telefoniert und ansonsten herrscht gähnende Ereignislosigkeit. Immerhin ist das Licht an.

Update Rückfahrt

Es war wieder enorm langweilig heute morgen. Der Fahrer im zweiten Bus sah aus wie mein Klassenlehrer in der Mittelstufe. Auch nicht wirklich aufregend.

Der sehr gut riechende Fahrer hat sich dann doch mal entschlossen los zu fahren nachdem er sein Würstchen zu Ende gegessen hat. Und er geht jetzt nicht ernsthaft in die Tankstelle an der Haltestelle?! Manchmal glaube ich, komplett unsichtbar zu sein. Oder werde ich inzwischen als eine Art Inventar betrachtet?

Eine Anregung von meiner Kollegin Frau K. aufnehmend folgt hier das Foto meines heutigen Mittagessens:

Weil Freitag natürlich Fisch(stäbchen). Normalerweise mache ich Donnerstags das Foto und fülle die Checkliste aus, aber leider habe ich gestern zu spät dran gedacht und wollte keinen halb leer gegessenen Teller fotografieren. Außerdem befand sich eine Mischung aus Menü 1 und 2 darauf was etwas seltsam aussah.

Nachdem alle Vorräte gegessen und getrunken sind wird vorne telefoniert. Und eine kleine Lichtshow veranstaltet weil, man ahnt es bereits, etwas runtergefallen ist. Hach, ich verstehe sogar alles da ich des Moselfränkischen mächtig bin. Hoher „O Leck“ Anteil, aber wenigstens nicht wieder eine Schilderung seines Schnelltests. (Ich erinnere mich mit Freude).

Hinter mir fiel gerade der Satz „Wenn du die Tür nicht aufmachst fahre ich wieder heim“. Konsequent, konsequent. Jetzt sind alle verstummt, der Fahrer hat angekündigt „sich nahher ja noch in der Hall‘ “ zu sehen.

Ich kann es ja immer noch kaum glauben wie lange ich jetzt frei habe. Es wurde auch dringend mal Zeit. Und wieder werde ich kein schlechtes Gewissen haben…

Hier am Hauptbahnhof unterhält sich eine Gruppe Jugendlicher über ihre ADHS-Medikamente. Voll geiler Stoff wie ich jetzt erfahren durfte. Das Mädel hat gar kein ADHS, weil der Arzt ist nämlich dumm. Wie eigentlich alle denen die verwegenen Vier je begegnet sind. Und sie würden gerne mal in einem Altenheim arbeiten, weil „da gibt es voll krassen Scheiss für umsonst“. Ich ahne, dass sie nicht das Stoffwechselendprodukt meinen mit dem man dort häufiger mal konfrontiert wird. Die Strasse nach Süden ist mal wieder gepflastert mit Schneckenschleim.

Nöööt. Natürlich hält der Bus wieder so blöd dass ich beim Aussteigen fast gegen das Verkehrsschild laufe…

Erst oder schon Mittwoch?

Es ist Mittwoch und ich frage mich ob ich mich freuen soll weil schon oder in Verzweiflung verfallen weil erst. Momentan überwiegt letzteres…

Wenigstens ist es nicht kalt und wir sind mit nur zwei Minuten Verspätung abgefahren. (Weshalb jetzt eine traurige halbe Zigarette in einer Pfütze liegt). Der moselbahnbehemdete Fahrer hat das Käppi ausgezogen und die Ansage ausgeschaltet. Es sieht nicht nach übermäßig Action aus.

Update Rückfahrt

Und ich sollte mal wieder recht behalten. Ereignislosigkeit machte sich breit. Es wurde telefoniert und ich verstand wieder einmal nur „da“.

Der Fahrer von jetzt trägt irritierenderweise einen Mundschutz, weshalb er dann wohl auch sehr laut „Haaallooo“ rief als ich eingestiegen bin. Durch den „Putzlappen“ versteht man einander ja so schlecht, wie ein Bewohner heute feststellte.

Bei Hochwasser immer wieder schön: Schiffsanleger und Bäume mitten in der Mosel. Schade, dass keine Touristen mit mir unterwegs sind und das Gesehene kommentieren.

Draussen geht gerade die Welt unter (Starkregen) aber wir fahren unbeirrt in die Apokalypse bzw. zum Hauptbahnhof. Einer hier im Bus hat den Mundschutz inzwischen auf Halbmast hängen. Ich bin es nicht.

Es hat wieder aufgehört zu regnen und am roten Bushäuschen wird mal ordentlich das Gebläse angemacht. Es kommt warme Luft, weiss Gott keine Selbstverständlichkeit.

Und jetzt riecht es dank eines eingestiegenen Vierbeinern ganz entzückend nach nassem Hund. Man sieht mehrere Denkblasen „Wehe er schüttelt sich“ über den Köpfen. Dem Fahrer beim Einsteigen mitzuteilen dass es regnet macht nicht wirklich Sinn. Er hat es eventuell schon selbst bemerkt, die Nutzung der Scheibenwischer ist ein untrügliches Anzeichen.

Und schon ist es Donnerstag Nachmittag geworden und ich bin auf dem Heimweg. Am Steuer die Labertasche, heute mit weissem Hemd und Schlips. Es wird bereits eifrig telefoniert und dabei gegessen. Wenn wir in dem Tempo weiter fahren kann ich irgendwann morgen früh in den Gegenbus steigen. Es gibt hier im Bus anscheinend nur zwei Extreme-sehr schnell oder Kriechgang. Gleich rollen wir rückwärts die Steigung runter…

Es ist beängstigend ruhig vorne. Wir fahren mit gefühlten -50 km/h im Schein der Notbeleuchtung durch die beginnende Dunkelheit. Bryan Adams tut alles was er tut für mich. Ein klassischer Fall von vergeblicher Liebesmüh.

Und jetzt ist mal wieder der Landsmann eingestiegen, anscheinend gut Freund mit allen russischsprachigen Fahrern. Es geht anscheinend um die Zukunft des real-Marktes an dem wir gleich vorbei fahren.

Die Hochwasserumleitung hat die Betonverschiebungsfrau ein wenig irritiert. Jetzt ist sie wieder auf Kurs. Es wird wieder telefoniert nachdem der Landsmann ausgestiegen ist. Was gibt es eigentlich immer so Wichtiges zu erzählen? Mir würden da irgendwann die Themen ausgehen so langweilig wie mein Leben momentan ist.

Es erfolgt ein Fahrkartenverkauf nach „Woohin?“ und rasante Beschleunigung angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit. Wer ein solches Deutsch seine Muttersprache nennt sollte sich vielleicht nicht über Ausländer lustig machen. Nur so ein Vorschlag an die Jungs hinter mir. An der Ampel wird hektisch runtergefallenes gesucht.

Und mein Sternbus steht mal wieder fast in der Hauptpost. Der Fahrer erklärt einem Kollegen die aktuelle Hochwasserumleitung. („Auf keinen Fall geradeaus!“) Die Busfahrschule darf noch fahren. Mit Maske an zu popeln ist jetzt nicht unbedingt die cleverste Idee, aber das muss jeder selber wissen. Neben uns ratloses Blicken in eine offene Motorhaube. Keine Angst, mein Schnelltest gestern war negativ und es war kein trockenes sondern ein produktives Husten.

Sweet sweet sound of Nöööt…

Wieder ein wichtiger Hinweis

Hierein wichtiger Hinweis aus dem Schnellimbiss am Hauptbahnhof. Er ist neu, anscheinend haben sich Leute einfach so hingesetzt. Was in diesen Zeiten natürlich überhaupt nicht toleriert werden kann!

Im Bus darf man aber weiterhin sitzen. Und das tue ich auch nachdem ich schon dachte er käme gar nicht mehr. Kein Licht, kein Warm und flotter Reifen. Also im Prinzip wie immer. Die Betonverschiebungsfrau wurde abgewürgt, noch ist es vorne still.

Und jetzt stehen wir mal wieder rum. Mit Jacke-im-Sitzen-ausziehen, Kaffee trinken und runtergefallenes aufheben. Und quakendem Radio. Es ist endlich schön warm.

Und jetzt kam dann auch endlich mal ein Anruf. Ich verstehe wie üblich kein Wort, aber es scheinen wichtige Neuigkeiten zu sein. Und jetzt noch fröhliches Brüllen ins Fensterchen des Gegenbusses. Man hat sich anscheinend seit Jahren nicht gesehen und jetzt zufällig auf der Strasse dieses Moseldorfs getroffen…

Warten auf den nächsten Bus. Faszinierenderweise trotz verspäteter Abfahrt ein paar Minuten zu früh. Die vier mitfahrenden Schüler haben nicht so gebremst wie die busfüllende Menge zu normalen Schulzeiten. Wenigstens regnet es nicht. Man hört schon wieder zaghaftes Vogelzwitschern und es wird hell. Das Entengeschnatter entfällt wegen Hochwasser.

Auf in einen neuen Tag im Namen von Kockorona. Natürlich fängt es jetzt an zu regnen, es wäre auch einfach nicht dasselbe ohne doch noch nass zu werden.

Update Rückfahrt

Und schwuppdiwupp sitze ich schon wieder im Bus nach Hause. Es ist noch hell, ich kann den Nasenraucher sehen und es fängt vorsorglich schon mal an zu regnen.

„Voll Hochwasser, Alter.“ „Ja, voll.“ „Krass, Alter.“ „Ganze Mosel ist ausgelaufen.“ „Und wenn jetzt die Staustufe kaputt geht?“ „Ich googel mal, Alter.“ Leider sind die Herren jetzt ausgestiegen und lassen mich unwissend zurück. Auch wieder so eine Frage über die ich mir nie Gedanken gemacht habe…

Und jetzt ein wenig Rauch durch die Nase pusten und den Fahrer des zweiten Busses begrüßen. Auch hier anscheinend ein zufälliges Treffen nach Jahren der Trennung. (Man wähnte sich wohl gegenseitig tot). Wieder eine ideale Gelegenheit für Fahrzeugdiebstahl.

Und jetzt noch eine kleine Fahrt durch Deutschlands älteste Stadt. Was macht ein Mensch mit so vielen Bananen? Und wo wohnt eigentlich mein Hausarzt der gerade aus seiner Praxis kam? Da wo früher ein erschreckend gut einsehbares Fitnesstudio war ist jetzt eine Zahnarztpraxis. Sieht sehr science-fiction-mässig aus mit den Lampen und den Chairs of no escape. „Gehen Sie Bahnhof?“ „Nein, Haltestelle da vorne. Andere Richtung.“ „Warum?“ „Tja, nun…“ Umleitung wegen Kanalarbeiten ohne Erdreichbewegung. Sowas wie OP ohne Bauchschnitt. Herr Fahrer, man kann doch wenigstens so tun als wären die vorgezeigten Fahrscheine interessant. Das Vortäuschen von Interesse und Sympathie sind Kernkompetenzen, auch wenn es wahrlich nicht immer leicht ist.

Einkaufen nach Feierabend ist überaus anstrengend. Es gibt nur noch komisches Brot, seltsame Menschen sind unterwegs und man kauft absonderliche Dinge. Und keine Milch. Seufz…