Wieder ein wichtiger Hinweis

Hierein wichtiger Hinweis aus dem Schnellimbiss am Hauptbahnhof. Er ist neu, anscheinend haben sich Leute einfach so hingesetzt. Was in diesen Zeiten natürlich überhaupt nicht toleriert werden kann!

Im Bus darf man aber weiterhin sitzen. Und das tue ich auch nachdem ich schon dachte er käme gar nicht mehr. Kein Licht, kein Warm und flotter Reifen. Also im Prinzip wie immer. Die Betonverschiebungsfrau wurde abgewürgt, noch ist es vorne still.

Und jetzt stehen wir mal wieder rum. Mit Jacke-im-Sitzen-ausziehen, Kaffee trinken und runtergefallenes aufheben. Und quakendem Radio. Es ist endlich schön warm.

Und jetzt kam dann auch endlich mal ein Anruf. Ich verstehe wie üblich kein Wort, aber es scheinen wichtige Neuigkeiten zu sein. Und jetzt noch fröhliches Brüllen ins Fensterchen des Gegenbusses. Man hat sich anscheinend seit Jahren nicht gesehen und jetzt zufällig auf der Strasse dieses Moseldorfs getroffen…

Warten auf den nächsten Bus. Faszinierenderweise trotz verspäteter Abfahrt ein paar Minuten zu früh. Die vier mitfahrenden Schüler haben nicht so gebremst wie die busfüllende Menge zu normalen Schulzeiten. Wenigstens regnet es nicht. Man hört schon wieder zaghaftes Vogelzwitschern und es wird hell. Das Entengeschnatter entfällt wegen Hochwasser.

Auf in einen neuen Tag im Namen von Kockorona. Natürlich fängt es jetzt an zu regnen, es wäre auch einfach nicht dasselbe ohne doch noch nass zu werden.

Update Rückfahrt

Und schwuppdiwupp sitze ich schon wieder im Bus nach Hause. Es ist noch hell, ich kann den Nasenraucher sehen und es fängt vorsorglich schon mal an zu regnen.

„Voll Hochwasser, Alter.“ „Ja, voll.“ „Krass, Alter.“ „Ganze Mosel ist ausgelaufen.“ „Und wenn jetzt die Staustufe kaputt geht?“ „Ich googel mal, Alter.“ Leider sind die Herren jetzt ausgestiegen und lassen mich unwissend zurück. Auch wieder so eine Frage über die ich mir nie Gedanken gemacht habe…

Und jetzt ein wenig Rauch durch die Nase pusten und den Fahrer des zweiten Busses begrüßen. Auch hier anscheinend ein zufälliges Treffen nach Jahren der Trennung. (Man wähnte sich wohl gegenseitig tot). Wieder eine ideale Gelegenheit für Fahrzeugdiebstahl.

Und jetzt noch eine kleine Fahrt durch Deutschlands älteste Stadt. Was macht ein Mensch mit so vielen Bananen? Und wo wohnt eigentlich mein Hausarzt der gerade aus seiner Praxis kam? Da wo früher ein erschreckend gut einsehbares Fitnesstudio war ist jetzt eine Zahnarztpraxis. Sieht sehr science-fiction-mässig aus mit den Lampen und den Chairs of no escape. „Gehen Sie Bahnhof?“ „Nein, Haltestelle da vorne. Andere Richtung.“ „Warum?“ „Tja, nun…“ Umleitung wegen Kanalarbeiten ohne Erdreichbewegung. Sowas wie OP ohne Bauchschnitt. Herr Fahrer, man kann doch wenigstens so tun als wären die vorgezeigten Fahrscheine interessant. Das Vortäuschen von Interesse und Sympathie sind Kernkompetenzen, auch wenn es wahrlich nicht immer leicht ist.

Einkaufen nach Feierabend ist überaus anstrengend. Es gibt nur noch komisches Brot, seltsame Menschen sind unterwegs und man kauft absonderliche Dinge. Und keine Milch. Seufz…

Däy isch owa

Sehr zu meiner Freude ging der heutige Arbeitstag zügig vorbei und ich kann sogar noch im Hellen nach Hause fahren und ein wenig Graukopf betrachten.

Mit mir im Bus zwei kichernde Jungs mit Döner. „Wir essen erst draussen, wirklich!“ Einer von beiden hat mich an der Haltestelle nach einer Zigarette gefragt. Leider war seine Antwort auf meine Frage nach seinem Alter nicht sehr geschickt. „13. Ich hätte mich wohl besser älter gemacht.“ In der Tat…

Pling. „Sie müssen doch nicht da halten! Wir haben uns total vertan!“ Erinnert stark an die Gruppe Jugendlicher die neulich mit den Worten „Wir sind’s wieder!“ einstieg und ein „Ich bin begeistert!“ hervorrief. Man sitzt also nicht nur an der Bushaltestelle im Dorf sondern fährt auch ein wenig hin und her. Das ging bei uns leider nicht-das Bushäuschen war nur für die Schul-und Kindergartenbusse. Und diente als Fussballtor und Treffpunkt für weitere Aktivitäten. Zum Rauchen war es nicht geeignet, dafür gab es andere Ecken für die coolen Jungs. (Ich wurde sogar mal mit Schokolade bestochen damit ich nicht verrate wo genau).

Zwei Monate ist die Amokfahrt jetzt her. Bald wird es länger her sein als die Lebenszeit des kleinen Mädchens. Auf den Prozess bin ich gespannt, bisher gibt es keine Hinweise auf das Motiv. Und keine Antwort auf die Frage „Warum fährt ein Trierer Trierer tot?“ Wie schaltet man da eigentlich die Hemmungen aus? Ich weiss wie schwer es trotz des vorhandenen Wunsches ist sich selbst potentiell tödliches zuzufügen und kann mir überhaupt nicht vorstellen das auf andere zu übertragen.

Nanu, wird heute etwa nicht geraucht? Es regnet doch nicht, man könnte rausgehen. Sogar die Türen bleiben zu. Sehr seltsam. Der zweite Bus fährt grusslos davon. Punkte für Action werden heute wieder nicht vergeben.

Wow, jetzt habe ich endlich mal eine Erklärung gelesen warum die Schifffahrt bei Hochwasser eingestellt wird: Strömung, Schäden am Ufer durch Sog und Wellenschlag, Brücken zu niedrig. (Letzteres kann auch ohne Hochwasser vorkommen). Ich habe nie darüber nachgedacht warum und es einfach hingenommen. Wie konnte ich diese allgemein gültige Tatsache nicht hinterfragen? Ich bin enttäuscht von mir…

Vorne wird jetzt telefoniert, allerdings sehr leise. Wenigstens putzt der Fahrer sich nicht dauernd die Nase. Das war heute morgen das einzig erwähnenswerte: regelmäßige Schneuzgeräusche. Und grosses Erstaunen über zwei einsteigende Schüler. Es werden insgesamt jeden Tag mehr.

Wir nähern uns dem Ziel. Erkennbar daran dass es immer stärker regnet. Naja, solange die Strasse nicht wegbricht wie heute morgen nicht weit von Trier. Das Auto und der LKW hatten auch ein klassisches „Falsche Zeit, falscher Ort“-Erlebnis.

Hier noch ein Auszug aus einem Gespräch einer Bewohnerin mit ihrem Sohn beim Besuch letzten Freitag: „Wer hat eigentlich gesagt dass man jetzt immer diese Entenschnäbel anziehen muss?“ „Die Angela Merkel.“ „Die Angela!? Die ist in meiner Partei und macht solche Sachen?! Ich habe immer CDU gewählt, aber keine Entenschnäbel. Aber wer weiss was die SPD befehlen würde…“

Auf der Strasse nach Süden geht es flott voran. Ging jedenfalls bis zur Porta. Ich habe noch kein einziges AFD-Wahlplakat gesehen. Vielleicht hängen die aber auch aus Angst vor Zerstörung so hoch dass man sie nicht bemerkt. Vor Nässe quietschende Schuhsohlen sind entsetzlich. Der Fahrer nutzt die roten Ampeln um Bifi zu essen. Er wird auf jeden Fall satt. Ab einem Alter von ca. vier sind Furzgeräusche nicht mehr lustig.

Jetzt bin ich zu Hause, mache den Fernseher an und sehe Fastnachtsfrohsinn. Stimmt, da war ja was. Und jetzt Hochwasser. Wer einen Laden direkt an der Mosel eröffnet sollte da nicht zu überrascht sein…

Endlich Wochenende

Der Tag ist endlich vorbei, es regnet schon wieder (oder immer noch?) und ich bin auf dem Weg in die alte Römerstadt. Um dort umgehend ins Koma zu fallen.

Ich habe dem armen Fahrer von heute mittag immer Unrecht getan. Seine Haare sind grau, nicht wasserstoffblond. So kanns gehen, von H.P. Baxter zum grauen Wolf. Und er bemüht sich offensichtlich, leise zu telefonieren. Vollkommen unnötig, ich würde sowieso mal wieder nix verstehen.

Schönstes Zitat der letzten Woche von einer Bewohnerin, einen Tag nach ihrem wöchentlichen Test: „Ich habe von Ihnen geträumt. Sie haben mich getestet und dann vom Bingospielen weg geholt. Ich durfte noch eine letzte Zigarette rauchen und dann sollte ich mein Testament schreiben. Machen Sie das bitte nicht in echt!“

Netflix (interessanterweise von der Worterkennung in „Entfliehen“ geändert) fragt „Gefällt Ihnen ‚Gilmore Girls‘?“ Eine gute Frage. Ich gucke regelmäßig mehrere Folgen am Stück, besonders in der Küche. Es hat sowas angenehm Wegguckbares. Aber man darf halt nicht zu kritisch sein was LGBT, Diversität oder Feminismus angeht. Da landet es auf einem ähnlich hinteren Rang wie „Friends“, nur mit insgesamt sympathischeren Darstellern. Und Emily Gilmore ist einfach unschlagbar, nur noch getoppt durch ihre Schwiegermutter.

Bei unserem Innenminister haben Impfgegner und Coronaleugner im Vorgarten eine Mahnwache abgehalten. Um mit den Worten einer Londoner Bewohnerin zu sprechen: „What is this world coming to?“

Weil es ja regnet raucht der Fahrer in der offenen Tür und hängt halb raus. Es folgt exzessives Tütenrascheln. Bonbon runtergefallen, welch eine Überraschung.

Im Bus gen Süden mal wieder der Fahrer der immer guckt als wäre sein Fahrzeug ein Schützenpanzer. In einem sehr schlimmen Krieg. Das Kleinkind neben mir schläft und will demzufolge den Kinderwagen nicht verlassen und behält Mütze und Stiefel an. Die tütenlose Tütenfrau singt ihr Klagelied (es klingt ganz anders seit ich sie in den zwei Wochen nach dem 01.12. vermisst habe). „Ist das ein Schmuggler?“ als Überschrift in der SZ. Keine Ahnung, am besten mal die Fünf Freunde fragen die kennen sich mit sowas aus. Ich bin müde. Die angenehme „Morgen kann ich ausschlafen“ Müdigkeit. Und kalt ist mir auch. Gehe ich direkt ins Bett oder schlafe ich auf der Couch ein? Habe ich noch irgendwo Brot? Der russische Akzent macht den Schützenpanzerfahrer noch glaubhafter. „Fährt kein Bus mehr Berg hoch, nur geradeaus. Musst du laufen“. Ja, fährt auch nicht an Wochenende Berg hoch, muss ich morgen laufen zu dm und Aldi. Aber jetzt laufe ich nach dem Nööt nur noch ein Stück geradeaus und dann die Treppe hoch…

On the road

Da es heute morgen mal wieder ganz entzückend ereignislos war melde ich mich erst von der Rückfahrt. Wie man sieht ist es noch hell, der Nasenraucher telefoniert (warum haben die eigentlich alle so elend laute scheussliche Klingeltöne?) und ich habe mich müde getestet.

Okay, ganz so ereignislos war es heute morgen dann doch nicht. Es hat nämlich geschneit, mein Handy ist vor Pushmeldungen der einzelnen VRT-Linien fast explodiert und ich musste ewig lange mein Leben hassend im Schneetreiben auf den Anschlussbus warten. Obwohl die Strasse komplett frei war.

Wie ironisch ist es denn bitte den Holocaust zu überleben und dann in Israel an Corona zu sterben?

Auch schön: Beim Aussteigen aus dem Bus fast von einem Fahrrad überfahren zu werden. Vor mir im Stadtbus verfolgt jemand per App den Streckenverlauf. Wer hochguckt verliert oder was? Warum stehen wir jetzt ewig vor der Schweinekasse (so nennen wir in der Familie die Sparkasse mit dem bronzenen Schweinehirten davor)? Ja, es ist normal dass es um die Uhrzeit dunkel ist. Ja, gestern auch schon.

Inzwischen ist es immer noch dunkel aber schon Donnerstag. Zur Abwechslung regnet es mal wieder und ich bin unterwegs in einen neuen Tag im Namen der Systemrelevanz.

Und schon ist dieser Tag auch schon wieder vorbei und ich bin auf dem Weg nach Hause. Der Nasenraucher hört Musik und es verspricht mal wieder unerträglich spannend zu werden.

War es auch. Jetzt warte ich am Hauptbahnhof auf die Abfahrt des Busses und überlege ob ich schon wieder einen Döner essen soll. „Weisste, ich habe einen Kuseng in Koblenz“. Tja, ich habe einen in Amerika der bestimmt auch schon mal in Koblenz war. Mutig, mutig am Tag der landesweiten Coronakontrollen Bier trinkend und maskenlos mit freiem Oberkörper an einer Haltestelle in der Innenstadt zu tanzen. Wie merkwürdig anders die Strecke ist wenn man ausnahmsweise mal auf der anderen Seite aus dem Fenster guckt. Okay, wir sind auch wegen eines Unfalls eine Umleitung gefahren wie mir dann jetzt auch mal auffällt.

Und schwupps ist schon wieder ein neuer Morgen angebrochen und ich rolle wieder in Richtung Arbeit. Es regnet (tut es das nicht irgendwie immer) und ich bin außerordentlich unmotiviert. Zum Glück ist wenigstens Freitag. Der Fahrer trägt eine niedliche Mütze mit Ringelstreifen wie man sie sonst nur von Kindern kennt. Es wird bestimmt wieder total aufregend. Er hat jetzt jedenfalls mal das Licht ausgemacht und telefoniert mit quäkendem Lautsprecher. Nein, was isses wieder gemütlich!

Jetzt ein unglaublich spannendes Gespräch mit dem Fahrer des anderen Busses über den neuen Parkplatz an der Endhaltestelle der Linie 221. Und irgendwo sind Bäume umgestürzt. Irgendjemand hat für irgendwas viel zu viel bezahlt. (An dieser Stelle fröhliches Gelächter mitdenken).

Und jetzt stehe ich im Regen und warte auf den nächsten Bus. Der Fahrer ist mit mir ausgestiegen und hat sich nebenan im Discounter ein Brötchen und was zu trinken gekauft. Ich hatte mich schon gewundert warum wir so früh hier waren. Jetzt ist er wieder weg und ich freue mich auf einen wunderbaren Arbeitstag. In Schutzkleidung. Und am PC um die Testlisten zu aktualisieren. Ich hinke nur noch anderthalb Tage hinterher…

Und jetzt lade ich endlich mal diesen Text hoch bevor ich es schon wieder vergesse. Schließlich kann ich ja der Leserschaft mein spannendes Leben nicht weiter vorenthalten!

Another glorious morning

Es ist Dienstag, kein Schnee weit und breit und der Bus fährt. Und der Fahrer trägt Winterjacke und Mütze. Was durchaus sinnvoll ist da er mal wieder die volle Dröhnung Gebläse eingeschaltet hat. Es zieht von allen Seiten.

Update Rückfahrt

Und da war sie dann heute morgen wieder. Die wunderbare Ereignislosigkeit. Immerhin wurde es irgendwann warm.

Warm war mir dann auch in meiner PSA die aber wenigstens verdeckte dass ich beim Mittagessen gekleckert hatte. Kockorona hat auch seine Vorteile.

Und Gott sei Dank musste ich mit dem Bus von eben nur zwei Haltestellen fahren. Der Fahrer hat nicht nur Ballermannmusik gehört sondern auch laut mitgesungen. Es klang nicht schön…

Hier ist es ruhig nach einem kurzen Telefongespräch. „Was?…Ach so, klar. Tschüss“. Keine Musik. Am roten Bushäuschen werden wieder Zettel studiert und auf dem Handy getippt. In der Kategorie Action punkten wir hier mal wieder nicht.

Ich finde es immer wieder amüsant dass Dick Cheney eine offen lesbisch lebende Tochter hat. Da ist er bestimmt gerne zur Hochzeit gegangen.

Und jetzt Käppi und Jacke an, Türen auf und auf zum Rauchen. Kein Lebenszeichen aus Bus Nummer2, anscheinend eine nichtrauchende Frostbeule. Und wieder in der Kabine ist natürlich direkt was runtergefallen. Wie sollte es auch anders sein. Die Stille hier ist fast schon beängstigend.

Der Bus gen Süden ist dann auch endlich mal da. Auch hier ist es erschreckend ruhig. Und schweinekalt. „Mit der Maske kommen Sie hier nicht rein“ „Ich dachte dass wäre ein Scherz“ „Bin ich am Lachen?“ „Ich wollte sowieso in die 81“. Na dann. Und jetzt mal wieder Kleinkindaction. Verzweifelte Versuche dem Kinderwagen zu entkommen. Packende Beschreibung eines Films mit Kopfschuss drin. Wo ist denn plötzlich die Ruhe hin? Jetzt auch noch ein Video mit Kleinkind. Nöööt Nöööt!

Zuuuuuckeeeeer!

Hier ein Bild von der süssesten Versuchung seit es die Ecke mit den russischen Lebensmitteln im Edeka gibt. Es ist definitiv von Vorteil dass die Verpackung in einer Sprache beschriftet ist der ich nicht mächtig bin. So genau will ich gar nicht wissen was ich mir da in die Wampe schlage…

Heute morgen bin ich irritierend wach und entsprechend gut gelaunt unterwegs. Mein Tagesprogramm ist zwar gut gefüllt, aber es ist schon Donnerstag. Und bald habe ich schon wieder Urlaub, langsam kann ich mit der Vorfreude beginnen.

Inzwischen ist es Montag und ich nutze den Entwurf von Donnerstag um weiterzuschreiben.

Wegen eines eingeschneiten Fahrers (vermutlich Eifel) bin ich eine Stunde später unterwegs. Wieder hat sich die Hoffnung auf einen freien Tag zerschlagen. Schließlich liegt bei uns auch sowas wie Schnee.

Aber heute möchte ich auch gerne zur Arbeit, denn ich habe am Freitag mein Handy dort vergessen. Weshalb ich mein altes Handy mit dem kaputten Display (im Nachtdienst beim Toilettengang vergessen dass ich es im der Hosentasche hatte) reanimieren musste. Zum Glück habe ich auch noch eine zweite SIM-Karte im Tablet. Die macht momentan genausoviel Sinn wie die Bahncard. Man reist ja doch eher selten.

Noch immer grübele ich, um welchen Job es bei den beiden Kerlen am Freitag im Bus genau ging. Man kann ihn nur abends machen, es gibt direkt Geld bar auf die Hand und was für den Eigenbedarf. Ich habe da so eine Vermutung…

Heute morgen haben wir eine Fahrerin. Ganz was seltenes. Die Musik ist jedenfalls sehr gut.

Jetzt sind wir schon fast da. Im ungewohnt Hellen. Und fast ohne Schnee oder sonstiges Witterungsübel. Bald darf ich also wieder meiner Tätigkeit nachgehen. Immer mit dem Hintergedanken, in zwei Wochen Urlaub zu haben…

Update Rückfahrt

So, jetzt bin ich schon wieder auf der Rückfahrt. Ein Bus früher. Obwohl ich später angefangen habe war ich sehr fleissig. Und habe diesmal an mein Handy gedacht. Aber die Zigaretten vergessen. Wie passend, nachdem ich heute morgen schon ein Feuerzeug verloren habe.

Ich schorniere mich ganz furchtbar vor dem Busfahrer weil er eben an der Haltestelle gesehen hat wie ich meine Hose hochgezogen habe. Aber immer noch besser als sie beim Einsteigen zu verlieren…

Es ist mal wieder unglaublich langweilig und unspektakulär. Keine Musik, kein Telefonieren, kein gar nix. Das rote Bushäuschen steht wie der Bus auch einfach nur rum. Die Ministerpräsidentin bzw. ihr Wahlplakat hängt schief. Was steht eigentlich immer auf diesen ominösen Zetteln die hier so eifrig studiert werden?

Na Gott sei Dank war der mutmaßliche Mörder der Frau in Trier-West (abgelegt zwischen Baucontainern) kein Deutscher. Das passt einfach so viel besser in die Weltbilder und macht das Senf abgeben soviel einfacher.

Wer klaut 2,5 Tonnen Streusalz? Was genau macht man damit? Tresor und Kastenwagen (selbe Wochenendzusammenfassung) sind ja nachvollziehbar, aber Streusalz?! Ins Hochwasser zu fahren macht sicher Riesenspass. Die Strassen werden dann ja nur aus Spaß gesperrt, weiss man ja. Ein sehr häufig gehörter Satz meiner Kindheit war „Bleibt mit den Fahrrädern vom Hochwasser weg!“ Besagtes Hochwasser der Saar schwappte bis zu deren Kanalisation immer direkt vor unserer Haustür und hat uns Kinder magisch angezogen. Wenn das Wasser dann weg war ging es auf Schatzsuche auf der Saarwiese. Besonders schön nach dem Weihnachtshochwasser wo immer Unmengen Deko und Weihnachtsbäume angeschwemmt waren. Einmal wurde ich nach einem solchen Ausflug synchron mit einem Nachbarsmädchen vor der Haustür gestrippt um den Dreck draussen zu lassen. Sowas ist überhaupt nicht peinlich wenn man an einer gut befahrenen Bundesstraße wohnt! Eine der Hexen hatte uns prophezeit dass unsere Mütter nicht froh sein würden. (Das wussten wir selbst, Danke trotzdem Frau B. Wo immer Sie jetzt alles mitkriegen und kommentieren/weitertragen).

Na Gott sei Dank, ich dachte schon der Fahrer hätte sein Handy vergessen!

Wie fühlt man sich wohl wenn man den Bus fährt auf dem man aussen drauf klebt? Kann einem hier in der Stadt passieren. Und hier ein schönes Beispiel für die Richtigkeit des Spruchs „Was Friseure können können nur Friseure“. „Liebe machen“ ist eine schreckliche Bezeichnung für das was dieses Paar noch vorhat. (Genauso schrecklich ist dieses Wissen). So ein süsses Kind-und dann heißt es Ütschennie.

Nööööt!

Komisches Komma

Bilde ich mir das nur ein oder ist das Komma auf diesem Hinweisschild extrem störend? Gleiches gibt es auch für die Linie 14.

Ich bin mit dem Nasenraucher auf dem Heimweg von der Arbeit. Es ist noch hell weil ein Bus früher und sehr warm in meiner Winterjacke. Es rauscht wie eine kaputte Toilettenspülung und ist überhaupt mal wieder sehr anregend. Das einzig glamouröse sind die Glitzerfäden in meinen Socken.

Heute morgen wurde es auch erst gegen Schluss aufregend. Der Fahrer erhielt einen Anruf der Kategorie „Alter, das glaubt mir kein Mensch!“ (Vor Aufregung kieksende Männerstimmen sind ja ganz was feines).

Hach, wie originell auf dem Wahlplakat einen Mundschutz zu tragen. Und hier am roten Bushäuschen lächelt mir der örtliche SPD-Kandidat ins Fenster. Er ist optisch kaum von dem der CDU zu unterscheiden. Weisse Männer mittleren Alters mit mehr oder weniger ausgeprägter Glatzenbildung.

Der Nasenraucher raucht und telefoniert. Neben mir wird eine Sprachnachricht formuliert: „Ich muss gaaaar nix, nur sterben! Du mit deiner Aufmerksamkeitsstörung, echt!“ Nach kurzem wütendem auf das Handy starren und der Reinigung der Nebenhöhlen geht es auch schon weiter.

Gary Barlow ist 50 geworden. Nina Botts Hebammen haben beide Corona. Der seine Ex noch immer liebende Pietro Lombardi auch. Sexy Cora hat zehnten Todestag.

And Donald has finally left the building.

Hier am Hauptbahnhof hat ein Kind einen 1a Wutanfall. So mit fliegendem Püppchen, Stampfen und Brüllen. Die Welt ist aber auch manchmal böse bzw. „Alle blöd, Papa auch“. Auf der Strasse nach Süden geht es mal wieder nicht voran. Jemand soll „zwei rosane“ mitbringen.

Das Ziel meiner Träume

Da würde ich jetzt gerne hinfahren. Aber leider fuhr der LKW ohne mich ab…

Ich sitze im verspäteten Bus mit aufgeregt telefonierendem Fahrer. Der ordentlich auf die Tube drückt, es ist Mr Speed von letzter Woche. Dialogperle beim Einsteigen: „Sie sind zu spät!“ „Ich weiss“. Wahrscheinlich hat wieder die Katze gekotzt.

Ich hätte jetzt irgendwie gerne Urlaub. Mir ist so nach Hausarbeit und Studieren. Was um Himmels willen hat mir der nette Junge Mann am Donnerstag in den Arm gespritzt?

Mein Rücken tut immer noch weh, aber nicht mehr so schlimm wie gestern. Ich konnte sogar wieder Schuhe zum Zubinden anziehen. Man muss ja auch die Kleinigkeiten schätzen.

Jetzt stehen wir wieder an dieser hässlichen Baustelle. Der Fahrer erzählt irgendwas das nach „Alter, das glaubt dir kein Mensch“ klingt. Nach ausgiebigem Gähnen geht es weiter. Es ist so entsetzlich langweilig. Warum wurde jetzt gehupt? Ach so, ein Geisterschulbus hat unseren Weg gekreuzt.

Ja, Jungs blockiert mal ein bisschen die Strasse mit eurem Gespräch durch die Fensterchen. Es ist sowieso niemand unterwegs in dieser dunklen kalten Welt. Eine „Autospur“ muss auch mal dringend besprochen werden, was auch immer sie genau ist.

Der zweite Bus war heute pünktlich, weshalb ein Tod durch Erfrieren abgewendet werden konnte. Ich freue mich auf einen neuen Arbeitstag. Ich werde wieder viele Abstriche machen müssen…

Update Rückfahrt

So, nach einem wunderschönen Arbeitstag bin ich auf dem Weg nach Hause.

Der Fahrer freut sich gerade sehr über ein Gespräch mit einem Fahrgast der alles ganz genau wissen will. „Habt ihr einen Chef oder eine Chefin?“ „Chef. Disponent.“ „Fährt der auch manchmal?“ „Nein, ist ja Chef“. „Weisst du wer gerade noch alles fährt?“ „Nein, bin kein Disponent“. Und selbst der wird nicht alle Touren im Kopf haben, auch wenn manche Leute meinen dass der der den Dienstplan schreibt ihn auch auswendig kann. Dem ist definitiv nicht so!

Inzwischen ist der interessierte Fahrgast ausgestiegen weshalb der Fahrer sich ausgiebig einem Telefongespräch in seiner Muttersprache widmet. Also alles wie immer.

Gruselig, wenn der Bus ganz langsam durch eine enge Straße fährt und plötzlich Baldauf ins Fenster schaut.

Jetzt mal ausgiebiges Buslüften, Rauchen und Armwedeln. Ich wüsste mal gerne warum ein gewisser A. gerade Thema ist. Und was hat M. mit alldem zu tun? Nach dem Verkauf einer Fahrkarte („10 Cent vielleicht?“…“Das sind 20. Geht auch“) setzen wir unsere Reise fort.

Wegen der Muppet Show habe ich jetzt wieder Disney+ gebucht. Ich muss unbedingt mal wieder die Puppen tanzen lassen…

Back at good old Hauptbahnhof und demnächst auf der Strasse nach Süden. Es geht im Schneckentempo voran, wir erreichen vermutlich kurz vor Mitternacht die Porta. Es ist erschreckend ruhig im Bus, vermutlich befinden sich die Fahrgäste in einer Kältestarre. Ah, Aktion in Form eines Kleinkindes. „Nein, nicht da drauf drücken!“ „Die Stiefel bleiben an! Die Mütze auch!“ Gerade läuft der Versuch einer Befreiung aus dem Schneeanzug. Jeder Aussteigende wird mit Dada und Winken verabschiedet. Wie jetzt auch ich…

After work

Heute melde ich mich erst von der Rückfahrt weil ich heute morgen noch ein wenig bewegungsunfähig war. Ich hatte Rückenschmerzen from hell, vermutlich mal wieder durch „ungünstige Schlafhaltung“ wie es mal ein Orthopäde formuliert hat. Ich war kurz davor auf der Arbeit anzurufen um zu sagen dass ich nicht kommen kann weil es mir unmöglich ist mich ordentlich anzuziehen. Irgendwie ging es dann aber doch…

Ich höre sehr seltsame Geräusche. Es klingt als würde der Fahrer die ganze Zeit Bonbons auspacken. Und jetzt ist mal wieder was runtergefallen während wir am roten Bushäuschen stehen. Sehr seltsame Musik erklang bis das Handy klingelte. Heute wieder mit Lautsprecher…

Die ersten Plakate für die Landtagswahlen hängen. Vielleicht darf ich ja im Wahllokal der Ministerpräsidentin sitzen? Aber wahrscheinlich lande ich in irgendeiner langweiligen Ecke von Trier. Oder in einem sozialen Brennpunkt. Das erste Wahllokal dass ich lange Jahre aufgesucht habe war in einer Kneipe (mit Bundeskegelbahn!). Man musste immer an den „Trinkmännern“ am Tresen vorbei. Die nicht an Kommentaren gespart haben und wohl auch später immer lebhaftes Interesse an der Auszählung hatten. Die lange Jahre wenig spektakulär war, die Nicht-CDU-Wähler kannte das ganze Dorf. Der Altnazi war irgendwann tot, genauso wie der Kommunist. Es gab noch eine emsige DVU-Wählerin, meine SPD-Sippe und ein paar Exoten. Ich erregte mal Aufsehen durch Tragen eines „Gib Nazis keine Chance“ T-Shirts und musste mir immer anhören dass „alle anderen aus der Familie schon da waren“.

Hier ist mal wieder high life, die Freude über das Einsteigen eines Landsmanns ist groß. Es gibt anscheinend aufregende Neuigkeiten.

Na sowas, da habe ich doch tatsächlich meine Matheklausur nicht bestanden!

Christian Baldauf ist ausgesprochen unfotogen. Aber das scheint eine Grundvoraussetzung für die Spitzenkandidatur der CDU in RLP zu sein. Ich sage nur Christoph Böhr.

Hello Verteiler my old friend. Jetzt ist es fast geschafft und ich kann mir die heute morgen mühsam angezogenen Klamotten vom Leib reissen.

Ja, lieber XY, wir wissen jetzt dass du geimpft bist. No need to place another WhatsApp Status.

Und schon rolle ich gen Süden. Momentan vergehen die Arbeitstage und die Fahrten angenehm schnell. Und meine Stimmung wird auch wieder besser, nachdem ich mich kurzzeitig mit blöden Gedanken rumgeschlagen habe. Das Monster scheint wieder eingeschlafen zu sein.